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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Obst füttern und Windeln wechseln
Zwischenüberschrift:
Klammeraffenbaby seit einem halben Jahr in Melle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Große Augen, die neugierig umherblicken, und eine Schnute, die zum Grüßen verzogen wird: Smiley Hope″ ist ganz schön keck geworden. Fast ein halbes Jahr ist das Klammeraffenmädchen in Meesdorf nun alt.

Melle. Und sie wiegt bereits stolze zwei Kilo, ist putzmunter und lernt fast täglich dazu. Sie klettert und läuft viel″, verrät die Meesdorferin Heike Läkamp. Sie ist Tierpflegerin im Zoo Osnabrück und zieht das kleine Klammeraffenmädchen seit der Geburt am 1. Mai von Hand auf.

Bei der Arbeit im Zoo ist Smiley Hope″ dabei, meistens unter der Weste ihrer menschlichen Mama. Die Klammerhändchen greifen dann das ist der angeborene Reflex in deren Haare oder in ein Halstuch. Die Klammeraffenfamilie im Zoo Osnabrück hat das kleine Affenmädchen schon gesehen. Sie interessieren sich sehr für sie″, sagt Heike Läkamp. Ganz im Gegensatz zu Buschi″, dem bekannten Menschenaffen, um den sich Heike Läkamp ebenfalls kümmert. Er möchte, wenn ich ihn besuche, dass ich mich nur mit ihm beschäftige″, schmunzelt die Tierpflegerin über die liebenswert-egoistische Marotte des Menschenaffen.

Zu Hause in Meesdorf dreht sich alles um Smiley Hope″. Ein Tischler aus dem Zoo hat ein Klettergerüst aus Holz gebaut, das im Wohnzimmer steht nah am Körbchen, in dem das Affenmädchen manchmal nachmittags ein kurzes Nickerchen hält und von wo aus sie vieles wie ihre Freundin, die Hundedame Tonka″ genau im Blick hat.

Zu ihren Lieblingsspeisen gehören neben Grießbrei und Joghurt vor allem Heidelbeeren, Mangos und Kaki-Früchte. Eigentlich alles an Obst″, sagt Heike Läkamp. Kulinarisch mit allem zu begeistern ist Smiley Hope″ dennoch nicht. Spinat mag sie gar nicht, den spuckt sie aus.″

Wenn es abends ruhiger wird im Hause Läkamp, dann guckt Smiley Hope″ mit Mama″ Heike und deren Lebensgefährten Dieter Fernsehen. Eine Lieblingssendung hat sie nicht″, gesteht Heike Läkamp lachend, während sich das Affenkind mit dem dichten dunklen Fell in den langen blonden Haaren seiner Menschenmama versteckt. Mehrmals täglich muss Heike Läkamp ihrem tierischen Pflegekind die Windeln wechseln. Und damit die extra kleinen Frühchen-Windeln nicht verrutschen, hat Oma″ Karin Heike Läkamps Mutter eine ganze Kollektion an bunten Hosen gestrickt. Auf einem roten Exemplar mit Trägern prangt sogar ein lächelnder Smiley und der passt sehr gut zu dem kleinen Hosenmatz. Denn: Smiley lacht jetzt auch häufig, meistens, wenn wir spielen.″

Wie das Klammeräffchen auf einen Weihnachtsbaum reagieren wird? Unklar. Wir stellen natürlich einen auf″, sagt Heike Läkamp, und werden dann sehen, was passiert.″ Eine kleine Veränderung wird es in den nächsten Wochen ebenfalls geben. Dann nämlich zieht Smiley Hope″ in ein eigenes Zimmer im Haus ihrer Menschenmama. Der Zoo-Tischler wird auch dort für die wichtigen Kletterbedingungen sorgen, damit das Affenmädchen Klettern üben kann, bis sie im nächsten Jahr zu ihren Klammeraffenfreunden in den Zoo übersiedeln wird. Bis Mai wird sie aber voraussichtlich bei der erfahrenen Tierpflegerin, die seit mehr als 30 Jahren im Osnabrücker Zoo arbeitet, bleiben.

Heike Läkamp betont, dass Klammeraffen vom Aussterben bedroht sind. Dass Smiley Hope″ also selbst eines Tages einmal Mama wird, ist geplant.

Bildtext:
Mit Menschenmama Heike verbringt Smiley Hope″ ihr erstes Lebensjahr in Meesdorf.

Am 1. Mai wurde Smiley Hope″ im Osnabrücker Zoo geboren.

Fotos:
Christina Wiesmann
Autor:
Christina Wiesmann


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