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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Orang-Utan „Damai″ ist da
 
Schwarzbären jetzt im Außengehege
Zwischenüberschrift:
Menschenaffe im Zoo Osnabrück eingezogen – Weibchen folgt 2018
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Buschi und Astrid haben Gesellschaft bekommen: Als dritter Orang-Utan ist Menschenaffe Damai″ in den Zoo Osnabrück eingezogen. Der 14 Jahre alte Borneo-Orang-Utan kam aus Ungarn an den Schölerberg.

Osnabrück. Wie der Zoo am Freitag bekannt gab, fand der Transfer von Sóstó nach Osnabrück bereits am vergangenen Sonntag statt. Besucher können Neuzugang Damai allerdings noch nicht sehen. Das Tier solle sich zunächst in Ruhe eingewöhnen, heißt es in einer Mitteilung.

Mit der Aufnahme eines dritten Menschenaffen habe der Zoo Osnabrück eine Bitte des zuständigen europäischen Zuchtbuchkoordinators erfüllt. Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht. Daher ist die Zucht für den Arterhalt extrem wichtig″, sagt Tobias Klumpe, Biologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. Er betreute den Transfer dem voraussichtlich im kommenden Jahr ein weiterer folgen wird: Dann soll Weibchen Dayang aus dem niederländischen Zoo Apeldoorn dazustoßen. Wir hoffen, dass so ein neues Zuchtpaar entsteht″, erklärt Klumpe. Die Anzahl der Borneo-Orang-Utans in der Wildbahn werde von der Weltnaturschutz-Organisation IUCN auf 54 000 Individuen geschätzt, die des Sumatra-Orang-Utans nur noch auf 14 600.

Damai habe nach seiner Ankunft in Osnabrück einen Teilbereich des neuen Dschungeltempels″ bezogen, in dem auch die Orang-Utans Buschi und Astrid sowie die Weißwangenschopfgibbons Otti, Lenchen und Jorge leben. Gleichwohl werde Damai zunächst separat gehalten. Dirk Wieferich, Tierpfleger und Revierleiter, erklärt: Damai muss hier erst einmal alles kennenlernen und sich einleben. Mit Buschi und Astrid hatte er schon Blickkontakt. Alle drei verhalten sich ruhig, allerdings ist Damai noch extrem schüchtern. Er versteckt sich meistens unter Holzwolle.″

Damit der sechste Menschenaffe im Bunde sich in aller Ruhe eingewöhnen kann, sei der Besucherraum im Dschungeltempel derzeit geschlossen. Sobald wir sehen, dass Damai sich sicherer fühlt, dürfen die Zoobesucher ihn natürlich hier am Schölerberg willkommen heißen.″ Die übrigen Osnabrücker Menschenaffen seien tagsüber meist auf der Außenanlage zu sehen.

Die Eingewöhnung des Neuankömmlings wird nach Angaben des Zoos wissenschaftlich begleitet. Neben einem Fachteam des Zoos seien daran Verhaltensbiologen der Uni Osnabrück beteiligt sowie von der Freien Universität Berlin Spezialisten für vergleichende Entwicklungspsychologie, außerdem das Veterinäramt. Gemeinsam wollen sie Damai in seiner neuen Umgebung beobachten. Die Erkenntnisse der Forscher würden dann als Grundlage dienen, um über die nächsten Schritte zu entscheiden. Wir möchten zwar die Orang-Utans mittelfristig zusammenbringen, aber erst einmal muss Damai sich hier sicher bewegen da braucht es Geduld″, so Zoodirektor Michael Böer.

Gleichzeitig habe das Zooteam einen genauen Blick auf Buschi, der 1971 als erster Menschenaffe im Zoo Osnabrück geboren wurde: Sein Wohlergehen ist uns sehr wichtig. Aber wir müssen als Zoo auch unserer Verpflichtung nachkommen, die Arterhaltung zu unterstützen″, so Böer weiter. Ziel sei es, gemeinsam mit anderen Zoos eine Orang-Utan-Population unabhängig von der Wildbahn aufzubauen. Und im Zoo Osnabrück mit seinem nach jahrelangem Umbau deutlich vergrößerten Menschenaffenhaus sei es nunmehr möglich, bis zu fünf ausgewachsene Orang-Utans zu halten.

Osnabrück. Seit Donnerstag streifen die beiden neuen Schwarzbären Lea und Theo durch das mehr als 1700 Quadratmeter große Außengehege in der neuen nordamerikanischen Tierwelt Manitoba″ im Zoo. Zuvor hatten sie zur Eingewöhnung nur das Bärenhaus und das Vorgehege bewohnt.

Neugierig knabberten sie an bunten Blättern, erklommen Baumstämme und nahmen bereits ein Bad im Bärenteich: Nachdem Lea und Theo die ersten zögerlichen Schritte in ihr Außengehege unternommen hatten, liefen die fast zwei Jahre alten Schwarzbären flott über die gesamte Anlage und erkundeten jede Ecke. Theo war etwas mutiger als Lea und schwamm direkt eine Runde im Bärenteich″, wird Tanja Boss, Tierpflegerin und Revierleiterin von Manitoba″, in einer Pressemitteilung des Zoos zitiert.

Am Bärenteich haben die Besucher einen guten Blick auf die Tiere, da nur das 2, 50 Meter tiefe Wasser und eine etwa 1, 50 Meter hohe Glasscheibe sie voneinander trennen. Neben Sicherheitsaspekten ist dem Zoo nach eigenen Angaben wichtig, dass sich die Tiere wohlfühlen. Schwarzbären klettern beispielsweise im Gegensatz zu den meisten anderen Großbärenarten gerne an Baumstämmen empor oder nehmen ein Bad im Wasser.

Vor gut zwei Wochen kamen die Schwarzbären aus dem niederländischen Zie-Zoo nach Osnabrück.

Bildtext:
Seit Sonntag lebt ein weiterer Orang-Utan im Zoo Osnabrück: Damai zog aus dem ungarischen Zoo Sóstó an den Schölerberg.

Foto:
Zoo Osnabrück/ Lisa Josef
Autor:
Sebastian Stricker, pm


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