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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Müssen uns das Auto abtrainieren″
Zwischenüberschrift:
Berliner Mobilitätsforscher Andreas Knie referiert auf Einladung der Osnabrücker Grünen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Carsharing und mehr Elektroautos das sind Andreas Knies Vorstellungen für die Zukunft der Mobilität. Auf Einladung des Stadtverbandes von Bündnis 90/ Die Grünen sprach der Wissenschaftler jetzt in Osnabrück über seine Ideen.

Wir haben uns das Auto in den letzten Jahrzehnten antrainiert, und jetzt wird es Zeit, es wieder abzutrainieren″, sagte Knie zur Zukunft der Automobilität in Deutschland. Der Soziologe, der an der Technischen Universität Berlin lehrt und das Berliner Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (Innoz) leitet, arbeitet täglich an neuen Konzepten für eine multimodale Fortbewegung. Für den Mobilitätsforscher sind zu viele privat genutzte Autos das zentrale Problem.

In ländlichen Gebieten kommen im Durchschnitt 785 Autos auf 1000 Einwohner″, erläuterte er. Bezogen auf Führerscheininhaber, komme man auf fast zwei Autos pro Person. Die Lösung für dieses Problem ist laut Knie Carsharing am besten mit Elektroautos. Es gibt einen Fortschritt im Carsharing. Beispielsweise in Berlin sind schon etwa 20 Prozent der Einwohner bei einer Plattform angemeldet″, erklärte der Wissenschaftler.

Allerdings sei die Handhabung im Carsharing oft immer noch kompliziert und müsse vereinfacht werden. Außerdem müsse es auch Gesetze geben, die das Angebot von Carsharing unterstützen. Wir brauchen Räume, in denen wir zumindest zeitweise etwas Neues ausprobieren können, und ich hoffe, dass die neue Regierung uns diese gibt″, erklärte Knie.

Die Meinung, dass der öffentliche Nahverkehr in Deutschland wachse, vertritt Knie nicht. Das sei nur in den Großstädten der Fall. Im Großen und Ganzen ist Deutschland immer noch ein Autoland″, sagte er.

Nach seinem Vortrag diskutierte der Mobilitätsforscher mit den Gästen über seine Ideen. Dabei kam auch die Frage auf, wie man Leute davon überzeugt, auf das Auto zu verzichten. Knies Antwort darauf ist neben der Verbesserung von Carsharing-Angeboten eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung. Außerdem sollen sich Sharing-Angebote nicht nur auf das Auto beschränken, sondern auch auf Fahrräder oder Roller ausgeweitet werden.

Bildtext:
Ideen für eine Zukunft ohne private Autos stellte der Wissenschaftler Andreas Knie seinen Zuhörern vor.

Foto:
Havergo
Autor:
bena


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