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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Warum das Hospiz nun auf ein E-Lastenrad setzt
Zwischenüberschrift:
Seit einem Monat im Einsatz – Mitarbeiter schwören auf Flexibilität und Unabhängigkeit von Parkplatzsorgen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wozu braucht ein Hospiz ein Elektro-Lastenrad? Patienten damit zu transportieren wäre nicht sonderlich würdevoll selbst wenn es möglich wäre, sagt Mitarbeiterin Beate Lahrmann nicht ganz ernst gemeint. Doch im Alltag bewähre sich das grüne Rad durchaus.

Mit dem Rad können die Hospizmitarbeiter Hilfsmittel wie Rollstühle, Matratzen und Toilettensitze transportieren. Diese Hilfsmittel verleiht das Hospiz kurzfristig, insbesondere an Wochenenden, wenn diese Materialen anderweitig nicht zu bekommen sind. Das ist schon eine große Hilfe für die Familien″, sagt Beate Lahrmann, Leitende Koordinatorin der Hospiz-Pflegeberatung SAPV (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung). Zwar hatte das Hospiz erst im Jahr 2016 ein Auto gespendet bekommen, doch wiederholt äußerten Kollegen den Wunsch, zusätzlich ein Lastenrad zu haben, sagt Lahrmann. Das ist schon eine Erleichterung, gut für die Umwelt, und wir sind damit schneller″, versichert sie.

Sperrige Gegenstände könnten die Mitarbeiter nun stets bis an die Haustür fahren unabhängig von der Parkplatzsituation oder auch in der für Autos kaum zugänglichen Altstadt. Wir sind viel in der Stadt unterwegs, und die Parkplatzsituation ist eine Katastrophe″, sagt Lahrmann. Nicht zuletzt sei das Rad gegenüber dem Auto gut für die Umwelt und das Klima. Das Rad fährt auch schön leicht, nur der Wendekreis ist etwas gewöhnungsbedürftig″, sagt Lahrmann.

5000 Euro kostet das Rad. Das Geld bekam das Hospiz von der NDR-Aktion Hand in Hand für Norddeutschland″. Das Zubehör wie die Seitenwände im Wert von etwa 1300 Euro gab Detlef Dependahl vom Zweiradhaus Dependahl hinzu, das das Rad vor einem Monat geliefert hatte.

Der 250-Watt-Motor unterstützt den Fahrer etwa 50 Kilometer weit je nach Unterstützungsgrad. Das Schalten erfolgt automatisch. Anstelle der Seitenwände kann auch eine abschließbare Kiste auf dem Rad angebracht werden.

Dependahl will das Hospiz zudem mit einer Wohltätigkeitsaktion unterstützen. Eine solche veranstalte er alljährlich zu Weihnachten. In diesem Jahr soll das Hospiz begünstigt werden. Wir hoffen wieder auf eine fünfstellige Summe″, sagt Detlef Dependahl.

Bildtext:
Beate Lahrmann vom Osnabrücker Hospiz kutschiert Detlef Dependahl in einem Elektro-Lastenrad über das Gelände des Hospizes in Osnabrück. Für Personentransporte kommt es normalerweise aber nicht zum Einsatz.

Foto:
David Ebener
Autor:
yjs


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