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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fast 50 Stadt-Durchfahrten registriert
Zwischenüberschrift:
Lkw-Zählung der UWG-Fraktion – Mierke: Problem ist hausgemacht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hunderte Lkw in vier Stunden: Die Unabhängige Wählergemeinschaft Osnabrück (UWG) hat das Ergebnis ihrer Lkw-Zählung bekannt gegeben. Die Menge ist erschreckend″, sagte Wulf-Siegmar Mierke von der UWG bei der Präsentation.

Osnabrück. Das UWG-Ratsmitglied hatte die Zählung initiiert. Am 6. November zählten 25 Freiwillige zwischen 6.30 und 8.30 Uhr sowie von 17 bis 19 Uhr an vier Einfall- und Ausfallstraßen (Hansastraße/ Hasetor, Rißmüllerplatz, Iburger Straße/ Rosenplatz, Hannoversche Straße) die Lkw und notierten sich, sofern möglich, Kennzeichen und Uhrzeiten. Staus auf den umliegenden Autobahnen habe es zu diesen Zeiten nicht gegeben, betont die UWG.

In den vier Stunden notierten die Freiwilligen insgesamt 486 Lkw und deren Kennzeichen 308 am Morgen und 178 am Abend. Bei weiteren 140 Lkw gelang es den Freiwilligen nicht, das Kennzeichen zu notieren. Ergibt in der Summe: 626 Lkw. Einige Doppelungen dürften darunter sein, wenn Lkw bei Durchfahrten zweimal notiert wurden.

Bei 48 Lkw gelang es den Freiwilligen, im Nachhinein eine Durchfahrt durch die Stadt nachzuweisen: Sie wurden an einer Einfallstraße notiert und rund zehn Minuten erneut an einer Ausfallstraße.

Mierke weiß aber auch: Es ist eine Momentaufnahme, die nicht repräsentativ ist.″ Aber sie mache die Probleme deutlich. Gemeint sind die Unfälle mit abbiegenden Lkw, bei denen wiederholt Radfahrer ums Leben gekommen waren zuletzt am 16. Oktober in Hellern. Bei den Zählungen habe er zahlreiche für Radfahrer brenzliche Situationen beobachtet.

Unnötige Lkw-Durchfahrten seien schlecht für das Klima der Stadt und würden die Straßen beschädigen. Jeder Lkw auf Osnabrücks Straßen, der Osnabrück nicht als Ziel oder Quelle hat, ist einer zu viel″, sagte Mierke.

Wir können den Lkw-Verkehr nicht gänzlich aus der Stadt verbannen, aber möglichst reduzieren″, sagte das Ratsmitglied. Die Stadt kann aber kein flächendeckendes Lkw-Durchfahrtverbot erlassen. Zu dieser juristischen Einschätzung war die Verwaltung 2010 gekommen.

Dennoch, so Mierke, sei das Problem hausgemacht. Er verwies auf ein Schreiben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Diese hatte dem Begehren von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, die B 68 aus der Stadt zu verlegen, zwar nicht entsprochen zuerst müsse der A-33Lückenschluss erfolgen. Als Baulastträger und gleichzeitig auch Verkehrsbehörde könne die Stadt Osnabrück schon heute verkehrsregelnde oder bauliche Maßnahmen ergreifen, um den durchfahrenden Schwerverkehr auf der B 68 zu reduzieren″, heißt es in dem Schreiben vom 31. Mai 2016, das unserer Redaktion vorliegt.

Mierkes Appell richtet sich an die lokalen Spediteure. Diese hätten sich zwar die Selbstverpflichtung auferlegt, die Stadt zu meiden, sofern möglich. In der Praxis stellt sich das aber anders dar″, sagte Mierke, der seit 2006 im Rat der Stadt sitzt.

Das würden die Zahlen belegen. Mierke werde nun das Gespräch mit den Unternehmern suchen und auf die Selbstverpflichtung ansprechen. Schließlich gebe es Umfahrungsmöglichkeiten, etwa über das Lotter Kreuz. Es ist völlig unverständlich, dass dennoch so viele Lkw durch die Stadt fahren.″

Mierke wollte darlegen, dass viele Lkw die Stadt unnötig passieren, insbesondere von lokalen Speditionen. Mit der Zählung will das Ratsmitglied nach eigener Aussage die lokalen Spediteure für die Gefahren in der Stadt durch die Lkw sensibilisieren. Es gehe ihm nicht darum, die Speditionen an den Pranger zu stellen. Alle Verkehrsteilnehmer müssten für die Gefahren des Verkehrs sensibilisiert werden auch die Radfahrer. Zwar habe Mierke viele mit Licht und Warnweste beobachtet, aber eben auch einige, die trotz Dunkelheit ohne Licht unterwegs waren.

Bildtext:
Hunderte Lkw zählten die Freiwilligen binnen weniger Stunden. Unnötige Stadt-Durchfahrten sind der UWG ein Dorn im Auge nicht zuletzt wegen der erhöhten Gefahr für Fahrradfahrer.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
Jörg Sanders


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