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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Teuer und technisch riskant
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke: Keine Tunnelbauweise für die Rheiner Landstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Vollsperrung statt Tunnel: Bei der Erneuerung der Rheiner Landstraße setzen die Stadtwerke auf eine offene Baustelle. Ein unterirdischer Stollen sei extrem teuer und bringe kaum Vorteile, heißt es in einer Stellungnahme für den Fachbereich Städtebau. Die Planer richten sich auf eine Bauzeit von zweieinhalb Jahren ein.

Osnabrück. Auf dem 750 Meter langen Abschnitt zwischen der Rückertstraße und der Mozartstraße müssen die Regen- und Schmutzwasserkanäle modernisiert werden, anschließend will die Stadt die Fahrbahn und die Seitenstreifen erneuern. Zweieinhalb Jahre kalkulieren die Tiefbauer für diesen Bauabschnitt – „ überwiegend unter Vollsperrung″, wie es in der Ankündigung heißt.

Dass es so lange dauern soll, beunruhigt Anwohner und Autofahrer. Deshalb waren die Stadtwerke vor einigen Monaten mit der Idee konfrontiert worden, die Kanalarbeiten in einer Tunnelbauweise auszuführen. Mit einem solchen Verfahren war vor zwölf Jahren eine Vollsperrung für die Lotter Straße abgewendet worden. In der Rheiner Landstraße halten die Stadtwerke ein Tunnelverfahren aber nicht für zielführend. Zum einen aus technischen Gründen, wie es in der Begründung heißt, aber auch wegen der Kosten. Die würden sich gegenüber der offenen Bauweise von 2, 5 auf 6 Millionen Euro erhöhen.

Im Vergleich zur Lotter Straße sei der Grundwasserspiegel in der Rheiner Landstraße deutlich höher, machen die Stadtwerke geltend. Eine dauerhafte Grundwasserabsenkung über die gesamte Baustrecke, wie sie beim Tunnelverfahren unvermeidlich sei, werde massive Trockenschäden an öffentlicher und privater Vegetation zur Folge″ haben. Bei einer offenen Baugrube ließen sich solche Schäden hingegen begrenzen, weil das Grundwasser partiell abgesenkt werden könne.

Problematisch sei aber auch, dass ein Tunnel unter der Rheiner Landstraße eine erheblich geringere Überdeckung zur Fahrbahn haben müsse. Ein Verbau aus Holz wie damals an der Lotter Straße scheide damit aus. Anspruchsvollere und damit teurere Verfahren wie Stahlverzug oder Spritzbeton seien dann unumgänglich. Durch die geringe Einbauhöhe ergäben sich zudem Konflikte mit kreuzenden Leitungen. Dazu komme noch ein Platzproblem, weil in der engen Röhre ein Regenkanal mit 1, 40 Meter Durchmesser verbaut werden müsse. Und trotz der Tunnelbauweise blieben erhebliche technische Risiken für die Verkehrssicherung.

Aus diesen Gründen schlägt die Verwaltung dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vor, die Arbeiten in einer offenen Bauweise auszuführen. Am Donnerstag will das Gremium eine Entscheidung treffen.

Bildtext:
Zweieinhalb Jahre werden die Bauarbeiten auf diesem Abschnitt der Rheiner Landstraße voraussichtlich dauern. Dabei wird es auch zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Foto:
David Ebener
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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