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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Letzte Chance für die Kleine Freiheit
Zwischenüberschrift:
Gespräch am kommenden Mittwoch
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Pokerspiel um die Zukunft des Clubs Kleine Freiheit am Güterbahnhof ist noch nicht zu Ende: Der Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt hat am Dienstag grundsätzlich beschlossen, dass zum Jahresende der Abriss erfolgen muss, da Flächeneigentümer 3 G-Group nicht bereit sei, die Voraussetzungen für eine weitere Duldung des Clubs zu erfüllen. Jedoch ist die Stadt weiter gesprächsbereit.

Da in den Verhandlungen mit der 3 G-Group keine Einigung erzielt werden konnte, ist entsprechend der bestehenden Regelungen″ das Gebäude der Kleinen Freiheit bis Ende 2017 abzureißen, lautet der Beschluss des nicht-öffentlich tagenden Verwaltungsausschusses. Es wird aber in jedem Fall noch einmal ein Gespräch zwischen Stadt und 3 G-Group geben.

Beide Seiten haben am Mittwoch vereinbart, sich in einer Woche in Osnabrück zusammenzusetzen, um eine Lösung zu suchen. Die Stadt hatte zuletzt Ende Oktober den Weiterbetrieb des Clubs bis Ende 2018 in Aussicht gestellt, wenn drei Punkte erfüllt werden. Danach soll die Abrissverpflichtung um ein Jahr auf den 31. Dezember 2018 verschoben werden, wenn das seitens der Stadt bestehende Ankaufsrecht für die Fläche bis Mitte kommenden Jahres zum Abschluss eines notariellen Kaufvertrages führt. Zudem müssen Betreiber sowie Areal-Eigner 3 G-Group zustimmen, dass die Fläche gegebenenfalls vorzeitig innerhalb von zwei Monaten geräumt wird.

Außerdem wird im Rathaus darauf bestanden, dass Zion AG″-Nachfolger 3 G-Group der Stadt ein Wegerecht zum Ringlokschuppen einräumt, damit die Kommune endlich die ihr seit 2013 gehörende denkmalgeschützte Immobilie nutzen kann. Bisher ist ein allgemeiner Zugang nicht gewährleistet, da die Nutzung des zwischen der Kleinen Freiheit und dem Restaurant Nokta aufgestellten Eingangstors nur städtischen Bediensteten zugestanden wird.

Der Vorschlag der 3 G-Group sieht dagegen lediglich vor, dass die Gesellschaft per eingeschriebenen Brief″ zusagt, die Fläche der Stadt nach Abriss der Gebäude zu einem vereinbarten Preis anzubieten. Die Verpflichtung zum Rückbau der Kleinen Freiheit will der Flächen-Eigentümer so lange ausgesetzt wissen, bis das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht über den Normenkontrollantrag zum Bebauungsplan entschieden hat. Auch beim geforderten Wegerecht liegen die Positionen weit auseinander, da die 3 G-Group die Zusicherung eines uneingeschränkten Zugangs durch das Tor ablehnt. Für die Stadt ist das Angebot nicht akzeptabel″, da sich ihre rechtliche Position deutlich verschlechtern″ würde.

3 G-Geschäftsführer Thomas Gründler sieht aber nach wie vor die Möglichkeit, eine Einigung zu finden: Es ist immer besser, nicht übereinander zu reden oder sich Briefe zu schreiben, sondern bei einem zeitnahen Ortstermin eine Lösung für die strittigen Punkte zu suchen.″ Der ist noch am Mittwochmittag vereinbart worden.

Die Zeit droht aber allen Beteiligten davonzulaufen. Denn nach jetzigem Stand ist das Enddatum 31. Dezember fix. Für Bernie Mersch, einen der vier Freiheit-Betreiber, steht fest: Der Knoten muss in der kommenden Woche durchgeschlagen werden, da wir ansonsten die Schließung vorbereiten müssen.″ Es sei schade, dass die Kleine Freiheit hier zwischen die Fronten von Stadt und 3 G-Gruppe geraten ist. Mersch: Das ist jetzt die allerletzte Chance.″
Autor:
we


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