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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Parkdruck in der Wüste
Zwischenüberschrift:
Ein Stadtteil voller Autos – Anwohner wünschen Linderung – Diskussion im Bürgerforum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Was tun gegen die vielen Autos in der vorderen Wüste? Anwohner äußerten im Bürgerforum ihren Unmut. Sie wünschen sich Linderung vom Parkdruck und mehr Sicherheit.

Osnabrück. Wohnen in der Wüste: Der Stadtteil ist beliebt. Aber eine Begleiterscheinung dominiert zusehends, wie viele Anwohner der vorderen Wüste feststellen. Sie finden ihre Straßen zugeparkt vor. An vielen Stellen behindern die stehenden Fahrzeuge die Straßenreinigung. Und wenn sie fahren und gar eilig unterwegs sind, fürchten Radfahrer um ihre Sicherheit. Die Anwohnerin Kerstin Schröder berichtete, sie habe sich für stadtnahes Wohnen entschieden″, damit die Kinder ihre Wege allein machen können″, aber dies wird immer gefährlicher″, weil Kreuzungen nicht mehr eingesehen werden können, da alles vollgeparkt ist″. Sie spricht von Fehlplanung″ etwa im Bereich des Jahn-Carrées: Im Umfeld von Medicos würden Firmen angesiedelt, aber keine zusätzlichen Parkplätze geschaffen.

Thorsten Janssen beobachtet, dass zunehmend Autos in zweiter Reihe parken etwa in den Bereichen Kiwittstraße, Wüstenstraße und Schlossstraße. Da werde es zu eng, etwa für Feuerwehrautos. Auch würde auf dem Radweg der Schreber-straße geparkt vor allem samstags in Höhe eines Supermarktes. Radfahrer müssten ausweichen. Eine Anwohnerin empörte sich: Sie werde als Radfahrerin von Autofahrern ignoriert. Weitere Nachbarn berichteten von ähnlichen Erfahrungen. Was tun?

Wie Stadtrat Wolfgang Beckermann berichtete, sind der Verwaltung die Parkprobleme bekannt. Doch fehle es an Personal, um gegen jede Art von Parkverstößen vorzugehen. Katja Sandmann vom Fachbereich Städtebau berichtete, die Verwaltung halte die Ausweitung des Bewohnerparkens in der vorderen Wüste für sinnvoll. Damit würde auch der Parkraum für Berufspendler verknappt, und es entstehe ein Anreiz für den Umstieg auf andere Verkehrsmittel. Wie Sandmann weiter ausführte, hat die Verwaltung inzwischen Bewohner im Bereich des Arbeitsamtes befragt. Die Ergebnisse würden derzeit ausgewertet.

Und wie sollen die Stadt die Straßen reinigen, wenn alles voller Autos steht? Diese Frage beschäftigt unter anderem die Anwohnerin Helga Kummer. Sie fragte: Besteht die Möglichkeit eines zeitlichen Parkverbotes? Christine Saurbier und Klaus-Walter Wolf berichteten von Vorbildern am Niederrhein. Dort stünden Schilder etwa mit diesem Wortlaut: Dienstags von 9 bis 11 Uhr wegen Reinigung hier nicht parken.″ Doch die Verwaltung findet Vorschläge wie diese nicht besonders praktikabel. Die Verwaltung sieht es so: Wegen des hohen Parkdrucks″ sei es nicht möglich, ganze Straßenabschnitte vorübergehend von parkenden Autos freizuhalten″. Außerdem habe die Verwaltung die Erfahrung gemacht, dass Hinweisschilder ihre Wirkung oft verfehlten. Eine mögliche Lösung für den Parkdruck stellte Lea Hilling von den Stadtwerken vor: Sie berichtete über das Car-Sharing Stadtteilauto″ mit inzwischen mehr als 2000 Nutzern Tendenz steigend. Eines dieser Stadtteilautos könne mehrere private Fahrzeuge ersetzen. Auch für den Stadtteil Wüste wünscht sich das Car-Sharing der Stadtwerke einen weiteren Stellplatz. Es müsse sich jedoch um ein privates Grundstück handeln, erläuterte Hilling. Ins Gespräch kommen können Interessenten mit den Akteuren im Mobilitätszentrum der Stadtwerke am Neumarkt.

Idyllische Ausblicke bietet die Berningshöhe, die aber offiziell gar keinen Namen hat. Auf Stadtplänen ist die Anhöhe nicht unter dieser Bezeichnung zu finden. Nur die Stadtwerke würdigen ihn mit einer Buslinie und einer Haltestelle am Kalkhügel. Dabei sei der Berg fast so hoch wie der Schölerberg, stellte Jürgen Wiehr fest. Er wünscht sich, dass der Berg offiziell den Namen Berningshöhe erhält. Die Verwaltung hält dies nicht für empfehlenswert. In historischen Unterlagen werde die Erhebung als Broecker Berg″ und als Hauswoermanns Berg″ bezeichnet aber nicht als Berningshöhe.

Bildtext:
Wohin mit den Autos? Die Jahnstraße ist ein Beispiel für die Verkehrssituation in der vorderen Wüste. Viele Anwohner ärgern sich täglich über zugestellte Straßenzüge.

Foto:
Archiv/ Michael Gründel
Autor:
Jann Weber


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