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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Leitfaden für Wohnungssuche
Zwischenüberschrift:
Viele Menschen in und um Osnabrück verzweifelt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Schon vor zehn Jahren war es schwierig, in Osnabrück eine günstige Wohnung zu finden. 2009 gab der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) zum ersten Mal einen Leitfaden für die Wohnungssuche heraus. Seitdem hat sich die Situation verschärft. Vom Leitfaden ist jetzt eine aktualisierte Neuauflage erschienen.

Wie sehr die Wohnungssuche Menschen mit geringem Einkommen verzweifeln lässt, das bekommen die Mitarbeiter in der allgemeinen Sozialberatung von Caritas und SKF täglich zu spüren. Jede fünfte Beratung in diesem Jahr drehte sich bislang um dieses Thema, sagen Gabriele Bührs (Caritas) und Beate Schreinemacher (SKF). Wohnungen vermitteln können sie den Klienten nicht, aber mit dem Leitfaden können sie zumindest grundlegende Fragen beantworten: Was müssen Hartz-IV-Bezieher beim Amt beantragen? Was ist bei der Kündigung des alten Mietvertrages zu beachten? Was beim Abschluss des neuen Mietvertrages? Wo können Wohnungssuchende fündig werden? Und so weiter und so weiter. Enthalten sind auch die Obergrenzen von Kaltmietpreisen, bis zu denen das Jobcenter bei ALG-II-Empfängern die Kosten übernimmt. Für einen Vier-Personen-Haushalt etwa liegt die Obergrenze in der Stadt bei 694 Euro Kaltmiete.

Viele Leute wissen gar nicht, dass es außer Vonovia und WGO noch viele andere Wohnungsgesellschaften gibt″, sagt Schreinemacher. Elf weitere sind im Leitfaden aufgeführt. Wichtig ist die systematische Suche″, sagt Bührs. Man braucht Ausdauer.″ Und man braucht einen Internetanschluss. Den habe nicht jeder, der sich hilfesuchend an die allgemeine Sozialberatung im Haus der Sozialen Dienste (Johannisstraße 91) wendet, so Bührs. (Weiterlesen: In Osnabrück eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist wie ein Lottogewinn″)

In dem kompakten Heft wird auch erklärt, wie Menschen mit geringem Einkommen an einen Berechtigungsschein kommen, um eine Sozialwohnung mieten zu können. Nur: Die Zahl sozial gebundener Wohnungen sinkt drastisch in Osnabrück, und ohne verfügbare Sozialwohnung bringt auch der Berechtigungsschein nichts. Im Jahr waren noch 2068 Wohnungen sozial gebunden, 2020 werden es laut Prognosen der Stadt nur noch 1007 Sozialwohnungen sein. Es ist ausgesprochen frustrierend″, sagt SKF-Geschäftsführerin Birgit Ottens. (Weiterlesen: Programm für mehr Sozialwohnungen in Osnabrück)

Ein Umzug in den Landkreis, wo die Mieten noch ein wenig niedriger sind, aber ebenfalls steigen, komme nicht für viele Suchende infrage, sagt Gabriele Bührs. Unter den betroffenen ALG-II-Beziehern seien viele Alleinerziehende und deren Kinder gehen in der Stadt in den Kindergarten oder die Schule. Und so müssen viele in Wohnungen ausharren, die sie lieber verlassen würden, sei es wegen Baumängeln oder weil die Wohnungen schlichtweg zu klein sind. Gerade für Familien ist die Suche schwierig. Wir haben Familien, die in einem Haus mehrere kleine Wohnungen anmieten″, sagt Bührs.

Der Leitfaden für die Wohnungssuche liegt aus beim SKF, Johannisstraße 91, und beim Caritasverband für Stadt und Landkreis Osnabrück. Außerdem gibt es ihn bei der Bürgerberatung (Bierstraße 32a), im Jobcenter, in den Familienservicebüros und bei vielen sozialen Beratungsstellen. Weitere Einrichtungen können Exemplare in der SKF-Geschäftsstelle erhalten, Tel. 05 41/ 3 38 76 10, buero@ skf-os.de.

Bildtext:
Den aktualisierten Leitfaden für die Wohnungssuche stellen Gabriele Bührs und Beate Schreinemacher vor.

Foto:
Osterfeld
Autor:
sdo


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