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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Autos drängeln auf der Fahrradstraße
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum diskutiert über Straßenverkehr in den Stadtteilen Fledder und Schölerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Drängelnde Autos auf der Fahrradstraße, Sicherheit im Straßenverkehr, die Schullandschaft und die Kinder: Diese Themen beschäftigten das Bürgerforum für die Stadtteile Fledder und Schölerberg.

Osnabrück. Was ist eine Fahrradstraße? Die Antwort auf diese Frage scheint eindeutig zu sein, doch Anlieger der Wörthstraße zwischen der Iburger Straße und der Meller Straße beobachten, dass offenbar viele Autofahrer für sich mehr Rechte beanspruchen, als ihnen zustehen und darauf sogar pochen. Radfahrer Markus Große Ophoff berichtete im Bürgerforum, ein eiliger Autofahrer habe ihn gar angeschrien. Dabei müssen sie auf Fahrradstraßen akzeptieren, dass zwei Fahrräder nebeneinander vor ihnen herfahren.

Doch scheint der Alltag auf der Wörthstraße anders auszusehen. Anwohner berichten davon, dass manche Autofahrer zu nah und zu schnell an den Radfahrern vorbeifahren. Einer sagte es so: Viele Autofahrer stellen nicht fest, dass es sich hier um eine Fahrradstraße handelt.″ Ob es daran liegt, dass es in Osnabrück nur wenige Fahrradstraßen gibt? Das jedenfalls vermuten Anwohner und wünschen sich mehr solcher Straßen.

Manche wünschen sich, dass die zulässige Geschwindigkeit auf 20 Stundenkilometer reduziert wird, doch eine solche Regelung wäre mit der Straßenverkehrsordnung nicht vereinbar: Auf Fahrradstraßen sind 30 Stundenkilometer erlaubt. Auch zusätzliche Verkehrsschilder lässt die Straßenverkehrsordnung nicht zu, wohl aber ein Piktogramm mit einem Fahrradsymbol auf dem Straßenbelag.

Joachim Osterfeld vom städtischen Fachbereich Bürger und Ordnung kündigte an, sich mit dem Standort des Schildes Fahrradstraße″ zu beschäftigen. Möglicherweise werde es besser gesehen, wenn das Schild etwas weiter von der Einmündung entfernt aufgestellt wäre.

Die Anwohnerin Ortrun Niethammer würde sich freuen, wenn die Einbahnstraßen rechts und links des Riedenbaches auf beiden Seiten für den Fahrradverkehr freigegeben würden. Die Verwaltung will diese Möglichkeit prüfen.

Geht es nach Helmut Kirschner, wird an der Ecke Ameldungstraße/ Schopmeyerstraße ein Halteverbot eingerichtet und zwar auf der Länge für einen Bus, der dann in die Lücke fahren und seinen Weg zügig fortsetzen könnte. Seiner Beobachtung nach könnten damit Staus in den Morgenstunden vermieden werden. Möglicherweise wird es nach ihm gehen: Joachim Osterfeld vom Fachbereich Bürger und Ordnung″ deutete zumindest an: Es spricht einiges dafür.″

Benno Aulkemeyer wünscht sich Zebrastreifen oder eine Bedarfsampel auf der Strecke Ameldungstraße/ Voxtruper Straße, um vor allem den Schulweg sicherer zu gestalten. Doch dafür queren nicht genügend Fußgänger, wie Ulla Bauer vom Fachbereich Städtebau verkündete. Einer Zählung nach sind es nur 15 bis 20 pro Stunde. Für einen Zebrastreifen wären mindestens 50 Fußgänger pro Stunde erforderlich. Für eine Bedarfsampel reiche die Zahl erst recht nicht.

Angesichts der vielen Autos wünschen sich Anwohner weitere Car-Sharing-Angebote. Lea Hilling von den Stadtwerken berichtete, dass die Organisation Stadtteilauto″ auf der Suche nach einem Stellplatz im Bereich der Osningstraße ist und sich über ein Angebot freuen würde.

Dem Ratsbeschluss nach wird auf dem Gelände der ehemaligen Käthe-Kollwitz-Schule ein Wohngebiet entstehen. Doch regen sich dem Vernehmen nach Gegenstimmen, denn: Möglicherweise werde das Schulgebäude an der Hanns-Braun-Straße doch noch gebraucht. Markus Große Ophoff und Petra Knabenschuh berichteten, dass ein Arbeitskreis des Stadtelternrates sich mit dem Thema beschäftigt. Monika Budke vom Runden Tisch für die Stadtteile Fledder und Schölerberg erinnerte an ältere Pläne für eine dritte Gesamtschule für Osnabrück. Ihrer Meinung nach sollte dabei der Schölerberg bevorzugt berücksichtigt″ werden. Wie die Verwaltung mitteilte, werden die Schülerzahlen in den beiden Stadtteilen bis 2022 weiter ansteigen, doch würden die beiden Grundschulen zweizügig bleiben können, die Realschule Bertha-von-Suttner bleibe weiterhin dreizügig und das Graf-Stauffenberg-Gymnasium vierzügig.

Monika Budke bat die Verwaltung, das Spielplatzkonzept im Blick zu behalten, weil der Bedarf sich ändere: So seien entlang der Meller Straße viele Familien mit Kindern zugezogen. Der Fachbereich Städtebau teilte mit, dass solche Veränderungen berücksichtigt würden, erinnerte jedoch auch daran, dass zahlreiche Spielplätze in fußläufiger Entfernung zur Meller Straße″ vorhanden seien. Dennoch: Einige Kinder spielen direkt an der Meller Straße″, stellte Monika Budke fest.

Bildtext:
Radfahrer ärgern sich auf der Wörthstraße über drängelnde Autofahrer.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Jann Weber


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