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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Feuerwehr probt Ernstfall im Moskaubad
Zwischenüberschrift:
Schüler nehmen Unterbrechung des Schwimmunterrichts gelassen hin
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Feuerwehr hat gestern den Ernstfall im Moskaubad geprobt: Bei einer Übung mit Nebelmaschinen wurde ein Brand im Hallenbad simuliert.

Osnabrück. Um kurz vor halb zehn ist die Welt im Moskaubad noch in Ordnung. Aus dem Radio blökt Marius Müller-Westernhagen sein Sexy″, und im Eingangsbereich des Hallenbads sitzen nur zwei Gäste; denn die Donnerstage sind vormittags Schulklassen vorbehalten.

Plötzlich strömt Rauch aus dem Bereich der Umkleidekabinen. Was ist denn jetzt los? Eine Mitarbeiterin wirkt sichtlich irritiert. Kurz darauf ertönt eine schrille Sirene Feueralarm!

Doch keine Panik alles nur eine Übung. Das begreifen auch schnell die rund 20 Schüler des Ratsgymnasiums, die sich sichtlich über die Unterbrechung ihres Schwimmunterrichts freuen. Das Schwimmbad brennt!″, rufen sie vergnügt, während sich die Mitarbeiter des Moskaubads darum bemühen, den Alarm mit einer gewissen Strenge über die Bühne zu bringen. Eine Übung ist schließlich keine Klassenfahrt. Und nein, in die Umkleidekabinen darf jetzt auch keiner mehr zurück. Da stehen zwar nur Nebelmaschinen, die für etwas gruselige Stimmung sorgen, aber eigentlich sollen sie eine schwere Rauchentwicklung simulieren.

Keine zehn Minuten später fährt die Berufsfeuerwehr in Begleitung eines Löschfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte vor. Mit Mundschutz betreten die ersten Feuerwehrmänner das Moskaubad. Gleichzeitig wird ein Bus der Stadtwerke für die Evakuierung gerufen. In den vergangenen Monaten hat die Feuerwehr immer wieder auf die Hilfe der Stadtwerke zurückgegriffen, zuletzt bei den Bränden in der Schützenstraße und der Bremer Straße.

Die Schüler könnten nun in Decken gehüllt in den Bus gebracht werden. Nun ist es aber Herbst und doch etwas frisch. Für die Übung soll es schließlich reichen, die Klasse in einen sicheren Bereich des Schwimmbads zu bringen und dort zu warten, bis die Löscharbeiten beendet sind.

Braucht ihr noch lange? Ein Mitarbeiter des benachbarten Recyclingshofs tritt an die Feuerwehrmänner heran. Um zwölf wollen wir hier aufmachen.″ Tatsächlich ist es eng in der Limberger Straße. Überall Blaulicht, und auch der Bus der Stadtwerke hat so seine Probleme, durch die zugeparkten Straßen zu manövrieren. Da er im Gegensatz zur Feuerwehr auch kein Blaulicht hat, dauert es einen Moment, bis er das Schwimmbad erreicht, doch kurz vor zehn ist er schließlich da, auf der Anzeige leuchtet in orangenen Buchstaben Evakuierung″.

Auch das Notarzt-Team der Niels-Stensen-Kliniken ist inzwischen eingetroffen, es gibt bei diesem Szenario ja auch Verletzte.

Abgesehen von einem ganz kleinen Personenkreis sei die Übung streng geheim gewesen, versichern Klaus Fiening von der Berufsfeuerwehr Osnabrück und Marco Hörmeyer von den Stadtwerken was sich auch daran zeige, dass ihn während des Alarms aufgeregte Kollegen zu erreichen versuchten.

Wir wollten ein möglichst realistisches Szenario schaffen″, erläutert Bäderbetriebsleiterin Gerhild Neumann. Regelmäßig fänden in den Schwimmbädern solche Brandschutzübungen statt, zuletzt 2012 im Schinkelbad. Nach dem Einsatz wird sich die Bäderbetriebsleitung mit der Feuerwehr austauschen was lief gut, was könnte noch besser laufen?

Nach einer knappen Stunde ist der Einsatz beendet. Für die Schüler beginnt wieder der normale Unterricht, und auch der Mann vom Recyclinghof kann beruhigt das Tor öffnen. Und die vernebelten Umkleidekabinen? Die müssen wir jetzt richtig durchlüften″, sagt Jürgen August, Leiter der Bädertechnik der Stadtwerke Osnabrück, und lacht.

Bildtext:
Probe für den Ernstfall: Die Feuerwehr sucht den vernebelten Umkleidebereich im Moskaubad nach verletzten oder bewusstlosen Personen ab.

Gerettet: Nachdem die Verletzten″ aus dem Bad geholt wurden, leisten die Einsatzkräfte Erste Hilfe.

Mit einer Leine gesichert, begibt sich der Trupp auf die Suche nach weiteren Verletzten″.

Fotos:
Swaantje Hehmann
Autor:
Cornelia Achenbach, Sebastian Philipp


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