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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Nachtflohmarkt mit Standvergabe
 
Nachtflohmarkt nur noch einmal im Jahr?
Zwischenüberschrift:
Verwaltung schlägt neue Ordnung vor: Verlagerung zum Ledenhof und Standvergabe im Vorfeld
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Der Osnabrücker Nachtflohmarkt könnte sich ab 2018 radikal verändern und nur noch einmal im Jahr stattfinden und zwar im Sommer, verlagert aus der Fußgängerzone zum Ledenhof und mit einer Standvergabe im Vorfeld.

Der Osnabrücker Nachtflohmarkt könnte sich ab 2018 radikal verändern und nur noch einmal im Jahr stattfinden und zwar im Sommer, verlagert aus der Fußgängerzone zum Ledenhof und mit einer Standvergabe im Vorfeld.

Osnabrück. So lautet nach langen Beratungen jetzt der Vorschlag der Verwaltung zur Änderung der Flohmarktordnung, über den der Ausschuss für Feuerwehr und Ordnung heute diskutiert und der Rat nächste Woche entscheidet.

An der Standgebühr von 20 Euro pro Stand mit drei Meter Länge und zwei Meter Tiefe soll sich nichts ändern. Doch kleinere Stände würden wegfallen. Zurzeit können Verkäufer auch schon mit einem Meter für zehn Euro starten, jeweils fünf Euro kostet jeder weitere Meter. Wer künftig einen Stand (maximal zwei Stände sind möglich) aufbauen möchte, muss sich im Vorfeld online registrieren, so der Vorschlag. Für Kurzentschlossene soll eine begrenzte Fläche zur Verfügung gestellt werden. Städte wie Münster und Georgsmarienhütte arbeiten längst mit Registrierungen, in Osnabrück durfte bisher jeder seinen Stand aufstellen, wo Platz war. Anders ging das auch nicht, führte die Osnabrücker Verwaltung schon im Mai aus: Das Einzeichnen von gebuchten Ständen während der Geschäftszeiten würde den Verkaufsbetrieb der Läden in der Fußgängerzone zu sehr stören. Deshalb gebe es nur zwei Möglichkeiten: auf den Samstag zu verzichten oder den Ort zu wechseln.

Letzteres schlägt die Verwaltung nun vor. Der Flohmarkt soll nur noch auf und rund um Ledenhof sowie Katharinenkirche stattfinden, mit dabei wären außerdem Adolf-Reichwein-Platz, Redlingerstraße, Osterberger Reihe und Hakenstraße zwischen Kamp und Katharinenkirche. Heißt: kein Verkauf mehr in der Großen Straße, in der Krahnstraße, der Kleinen und Großen Hamkenstraße, der Georgstraße, am Nikolaiort und am Domhof.

Seit den 1990er-Jahren findet der Osnabrücker Flohmarkt dort an jedem ersten Sonntag im Mai und an jedem zweiten Sonntag im September statt. Theoretisch. Praktisch bauen die Verkäufer ihre Stände bereits am Samstagnachmittag auf, und am Sonntagmorgen ist die Innenstadt wie ausgestorben. Die Flohmarktordnung, die als Startzeitpunkt 21 Uhr am Samstagabend festlegt, hat sich überholt und die Mitarbeiter des Ordnungsaußendienstes lassen Händler und Kunden gewähren, ohne Bußgelder zu kassieren.

Eine Überarbeitung der Flohmarktordnung war also überfällig, im Juni 2016 beauftragte der Rat nach einem Antrag von der Gruppe UWG/ Piraten außerdem die Verwaltung zu prüfen, ob ein Standvergabesystem möglich sei.

Auch von den Monaten Mai und September will die Stadt sich verabschieden. Der Nachtflohmarkt, so der Vorschlag, soll nur noch einmal im Jahr stattfinden, und zwar am letzten Wochenende vor den niedersächsischen Sommerferien. Die Uhrzeiten werden an die Praxis angepasst: Aufbau ab 17 Uhr, Verkaufsbeginn um 18 Uhr und Ende um 2 Uhr. Zur besseren Erreichbarkeit sollen Ladezonen ausgewiesen werden. Wenn die Stadt ein elektronisches Buchungssystem einführt, das sechs Wochen vor Beginn des Marktes freigeschaltet wird, wird sie auf einen externen Dienstleiter zurückgreifen müssen, die Gebühren sollen jedoch nicht auf die Standbetreiber umgelegt werden. Die Stadt rechnet im Gegenzug damit, dass der Personalaufwand sinken wird.

Platz wäre an dem neuen Standort für etwa 500 bis 580 Stände, sagt die Verwaltung. Beim letzten Nachtflohmarkt in diesem Herbst hatte die Stadt nur 313 Stände registriert, im Frühjahr 2017 waren es 502.

Die neue Flohmarktordnung wird öffentlich heute ab 17 Uhr in der Sitzung des Ausschusses für Feuerwehr und Ordnung diskutiert (Stadthaus 1, Sitzungsraum 717/ 718) und kommt dann voraussichtlich schon in der Ratssitzung am 7. November zur Entscheidung auf den Tisch.

Bildtext:
Nur noch einmal im Jahr und nicht mehr in der Großen Straße soll der Osnabrücker Nachtflohmarkt künftig stattfinden, wenn es nach der Verwaltung geht. Über den Vorschlag wird die Politik nun diskutieren.

Foto:
Archiv/ David Ebener

Kommentar:

Reicht das?

Nachtflohmarkt in Osnabrück nur noch einmal im Jahr: Reicht das? Ein Termin im Sommer ist sicher sinnvoll. Erstens ist es wärmer, zweitens länger hell. Aber parallel droht kommerziellen Sonntagsflohmärkten in Niedersachsen wegen eines Urteils des Oberverwaltungsgerichts das Aus ab 2018 und damit würde dem städtischen Nachtflohmarkt erheblich mehr Bedeutung zukommen. Ob da die Reduzierung auf einmal im Jahr eine so gute Idee ist?

Gewöhnungsbedürftig wird die Verlagerung hin zum Ledenhof sein. Bislang brummt zum Nachtflohmarkt an jedem ersten Sonntag im Mai und zweiten Sonntag im September die gesamte Innenstadt. Käufer und Verkäufer feilschen in der Großen Straße bis hin zum Dom, rings um den Kogge-Spielplatz am Reichwein-Platz und, und, und. Das hat durchaus Charme.

Einen Versuch wert ist der neue Standort trotzdem. Der Nachtflohmarkt wird am Ledenhof kompakter und besser planbar. Der Erfolg des ebenfalls überschaubaren Flohmarkts der Stadtwerke am Moskaubad zeigt, dass das kein Nachteil sein muss. Außerdem entfallen künftig Konflikte mit den Einzelhändlern in der Fußgängerzone, vor deren Geschäften die Veranstaltung bislang stattfand.
Autor:
sdo


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