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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Reine Männersache
Zwischenüberschrift:
Bobbycar, Matte und Freestyle: Rutsch-Triathlon im Nettebad – Sieger gewinnt Reise nach Ibiza
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Chris Bockholt hat den dritten Rutsch-Triathlon im Osnabrücker Nettebad gewonnen. Er verwies die durchweg männliche Konkurrenz auf die Plätze und darf sich nun über eine Reise nach Ibiza im Wert von 1000 Euro freuen.

Osnabrück. In drei Disziplinen ging es am Samstag im Rutschenturm des Nettebades um jede Sekunde: Auf einem Bobbycar, auf der Matte und im Freestyle stürzten sich die Athleten im Finale des dritten Rutsch-Triathlons die 86 Meter lange Black Hole hinunter. In allen drei Durchgängen wurde die Zeit gestoppt dem Rutscher mit der geringsten Gesamtzeit winkte ein 1000-Euro-Reisegutschein.

Keine Frauen dabei

Es war in diesem Jahr eine reine Herrenrunde, die der Aufforderung Rutsch bis nach Ibiza″ Folge leistete. Auch Titelverteidiger Jens Niedermeyer aus der Pfalz war wieder dabei. Bei dem 25-Jährigen, der neben 2016 auch schon 2015 auf dem Treppchen ganz oben stand, war die Urlaubsbräune noch nicht ganz verblasst, als er am Samstag schon die nächste Mittelmeerreise errutschen wollte: Ich war Ende September gerade auf Ibiza″, erzählte er kurz vor dem Wettkampf. Dort hatte er seinen Gewinn aus dem Vorjahr eingelöst, mit Hotel auf der Partymeile.″

Niedermeyer trat nach eigenen Angaben im Nettebad wieder in Topform″ an. Dabei hat er gerade erst eine Knieverletzung auskuriert, die er sich man kann es sich denken beim Rutschen zugezogen hatte. Doch schon vor drei Wochen wagte sich der professionelle Hobbyrutscher″, wie er sich selbst bezeichnet, an den ersten Wettkampf nach der Verletzungspause und wurde Drittplatzierter bei der zweiten Thüringer Landesmeisterschaft im Rennrutschen. Beim Triathlon in Osnabrück hat es am Samstag dann aber nicht für das Treppchen gereicht. Ins Nettebad kommt er immer wieder gerne: Die Black Hole ist meine Lieblingsrutsche, sie ist sehr schnell″, sagt der 25-Jährige aus Rheinland-Pfalz. Und als Experte in Sachen Spaßbäder in Deutschland betont er: Das Personal im Nettebad ist einfach überragend.″

Balance wichtig

Einig waren sich die Wettkämpfer im Nettebad, dass das Rutschen mit Bobbycar, Knie- und Ellenbogenschonern und Helm die größte Herausforderung darstellte. Es ist wichtig, die Balance zu halten″, betonte Rene Künnen, der für den Triathlon aus Cloppenburg angereist war. Der 23-Jährige nahm zum ersten Mal am Rutschwettbewerb in Osnabrück teil und ging die Sache locker an: Dabei sein ist alles.″ Auch Stephan Pung aus Essen gab sein Rennrutsch-Debüt im Nettebad. Bisher hab ich ein gutes Gefühl″, so der 52-Jährige, als er gerade die Abfahrt mit dem Kinderauto erfolgreich hinter sich gebracht hatte.

Ein weiterer Teilnehmer hatte kurz danach weniger Glück und verlor das Bobby-Car noch auf der Strecke, was von den Schiedsrichtern der Stadtwerke mit fünf Strafsekunden geahndet wurde.
Seine Frage an Stadtwerke-Mitarbeiterin Lena Kessen, ob er noch einen Versuch habe, musste diese leider negativ beantworten. Im Finale darf jeder pro Disziplin
nur einmal starten″, so Kessen, die die Abfahrtszeiten am Rutschenausgang notierte.

Welche Rutschtechnik am sichersten zum Erfolg führt, erklärte Carsten Bücken vor seinem eigenen Start. Je weniger Reibung man erzeugt, desto besser.″ Bücken muss es wissen, er ist Vorsitzender des Deutschen Rennrutsch-Verbands und hat selbst im vergangenen Jahr den zweiten Platz im Nettebad belegt. Dass am Samstag ausschließlich Männer den Titel unter sich ausmachten, wunderte den 46-Jährigen, dessen Verein selbst Wettkämpfe organisiert und an zahlreichen Meisterschaften in ganz Deutschland teilnimmt: Bei anderen Veranstaltungen sind durchaus auch Frauen dabei.″

Die Platzierungen des Rutsch-Triathlons (mit einem Vater-Sohn-Gespann auf den Plätzen zwei und drei):
1. Chris Bockholt, 2. Cedric Köhnke, 3. Andreas Köhnke.

Bildtexte:
Mit Bobbycar durch die Röhre.

Herren unter sich: Das Teilnehmerfeld war in diesem Jahr durchweg männlich.

Die Sieger: Cedric Köhnke (Zweiter), Chris Bockholt (Erster) und Andreas Köhnke (Dritter, von links).

Fotos:
Swaantje Hehmann, Lena Kessen
Autor:
Stephanie Kriege


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