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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Klappt Integration in Osnabrück?
Zwischenüberschrift:
Diskussionsabend am 1. November
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wie gelingt die Integration von Flüchtlingen in Osnabrück? Darüber diskutieren am Mittwoch, 1. November, Flüchtlinge, Nachbarn, Lehrer, Sozialarbeiter und Wissenschaftler bei einem Bürgergespräch von terre des hommes von 20 bis 22 Uhr in der Stadthalle (Raum 10). Der Eintritt ist frei.

Noch immer kommen jede Woche Flüchtlinge in Osnabrück an und durch den Familiennachzug werden es perspektivisch noch mehr. Diejenigen, die mit der großen Welle ab Ende 2014 angekommen sind, versuchen derweil, hier Fuß zu fassen. Das laufe unterm Strich sehr gut, urteilt Gabriele Gaschina, Bereichsleiterin der gemeinnützigen Outlaw GmbH. Doch es gibt auch Schwierigkeiten, die sich erst jetzt, nach ein bis zwei Jahren, zeigen. (Weiterlesen: Dramatischer Spendeneinbruch in der Osnabrücker Flüchtlingshilfe)

Es wäre falsch, nur von den Geflüchteten zu fordern, sich zu integrieren, betont Gaschina. Integration ist eine Leistung von beiden Seiten und keine Einbahnstraße.″ Immer noch würden sich viele Osnabrücker ehrenamtlich engagieren in Vereinen und im kulturellen Bereich laufe es also sehr gut.

Drei Aspekte sind Gaschinas Ansicht nach wesentlich: Sprache, Wohnen und Arbeit. Es seien vor allem die Kinder, bei denen die Integration sehr gut funktioniere. Über Kindergarten und Schule lernen sie rasch Osnabrücker Gleichaltrige kennen. Auch die Sprache lernen sie schnell. Das Modell der Sprachlernklassen ist richtig genial″, sagt Gaschina. Nur gibt es die immer noch nicht an allen Schulen.

Die Erwachsenen wiederum tun sich allein schon wegen ihres Alters erheblich schwerer damit, Deutsch zu lernen und ohne Sprachkenntnisse stehen die Chancen schlecht, einen Job zu finden. Bei ihnen komme es darauf an, Freizeitangebote über Vereine und kulturelle Einrichtungen zu schaffen, damit sie Kontakte zu Osnabrückern knüpfen könnten. Erfolgreich sei etwa das Kleingarten-Projekt Querbeet″, sagt Gabriele Gaschina, bei dem geflüchtete Familien in der Deutschen Scholle″ gärtnern und dabei die Einheimischen kennenlernen.

Es gibt einige Flüchtlinge, die schon lange hier sind, und deren Familien hängen immer noch in Griechenland, Italien oder dem Heimatland fest″, sagt Sozialarbeiterin Gaschina. Das sei für die Betroffenen eine große psychische Belastung und mache es unmöglich, richtig anzukommen. Diejenigen wiederum, deren Familien nachkommen, haben große Probleme, bezahlbare Wohnungen zu finden, weil es davon derzeit schlicht und ergreifend zu wenige gibt. Bei vielen Geflüchteten machen sich auch erst jetzt, wo sie langsam zur Ruhe kommen, Traumata bemerkbar. Suchterkrankungen, Depression, Suizidgedanken sind die Folgen. Die Menschen haben sich zum Teil ein besseres Leben versprochen und merken jetzt, dass es sehr langsam geht.″ (Weiterlesen: Viele Flüchtlinge in Osnabrück traumatisiert)
Autor:
sdo


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