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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Höhere Medienpräsenz wäre wünschenswert″
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Leserbrief von Werner Lösche Risikobereitschaft ist notwendig″ (Ausgabe vom 21. Oktober) mit Bezug auf den Artikel Auf dem Parkett steppt der Bulle″ (Ausgabe vom 13. Oktober).

In weiten Teilen ist der Meinung von Herrn Lösche zuzustimmen. Eine starke Risikoabneigung bestimmt das deutsche Anlageverhalten schon seit Jahrzehnten, gerade auch im Gegensatz zu den Ländern im anglo-amerikanischen Raum, wo die Aktienanlage durch Privatanleger und Pensionsfonds üblich ist.

Aber die Kurseinbrüche seit der Jahrtausendwende und die Immobilien- und Finanzkrisen der letzten Jahre haben die dortigen Aktionäre genauso getroffen wie die deutschen Anleger auch. Also, warum schreckt es nicht die Aktionäre jenseits des Großen Teiches?

Die fehlende steuerliche Förderung, die Herr Lösche von Staatsseite moniert, kann ich nicht erkennen. Eine separate Kapitalertragsteuer von 25 Prozent auf Dividenden und Kursgewinne halte ich immer noch für besser als eine Besteuerung mit dem individuellen Steuersatz aus der Einkommensteuer.

Hierbei ist nämlich, wegen des zusätzlichen Ertrags aus der Kapitalanlage, der persönliche hohe Grenzsteuersatz des letzten hinzuverdienten Euros anzusetzen.

Dies wäre in den allermeisten Fällen deutlich höher als die pauschalen 25 Prozent. Also, woran liegt es, in einem Land der , Aktienmuffel′ zu leben?

Den Schülern der Sek. II wird im Börsenspiel der Sparkassen mit viel Aufwand und Zusatzwissen durch die Lehrkräfte jährlich die Funktionsweise der Börse und das Traden mit Aktien nähergebracht.

Doch was bringt es, wenn zu Hause die wichtigsten Bezugspersonen wie Eltern, Verwandte und Nachbarn den sicheren Sparbrief oder den Dauerauftrag für die Kapitallebensversicherung als solide Altersvorsorge sehen? […] Was ist also zu tun?

Eine höhere Medienpräsenz wäre da wünschenswert. Etwas mehr als dreiminütige Schalten an die Börse kurz vor der Tagesschau und nicht beachtete Spartenkanäle wie DAF (Deutsches Anleger-Fernsehen), die bereits aufgrund mangelnder Durchdringung auf das Internet ausweichen mussten, braucht es schon, um Aktien als Anlagealternative in das Bewusstsein der Anleger zu bringen.

Ansonsten ist zu hoffen, dass der schlichte Erfolg der Aktienanlage mit immer neuen Höchstständen in den Indizes und die daraus resultierende Mundpropaganda zu einem langsamen Umdenken in der Bevölkerung führen werden. […]″

Frank Bensmann

Lingen

Bildtext:
Der Dax schaffte kürzlich zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung über die 13 000-Punkte-Marke. Es stellte sich die Frage, wie es jetzt weitergeht.

Symbolfoto:
dpa
Autor:
Frank Bensmann


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