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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Der Eselspatt als neues Gewerbegebiet
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum Hellern diskutiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mehr Gewerbe für Hellern? Anwohner befürchten mehr Verkehr und eine weniger schöne Umgebung. Auch über die Entwicklung des Ortskerns diskutierte das Bürgerforum Hellern.

Osnabrück. Eselspatt der Name lässt eine Idylle vermuten. Doch könnte diese Straße die Adresse eines Gewerbegebietes werden. Zwischen ihr und der Autobahn 30 liegt ein neun Hektar großes Gelände, das sich im Visier des Fachbereichs Städtebau befindet. Dessen Leiter Franz Schürings berichtete im Bürgerforum von einem Bebauungsplan, der sich derzeit im Aufstellungsverfahren befinde – „ in einer relativ frühen Phase″. Die Planer seien gerne bereit, Hinweise entgegenzunehmen. Und die gab es auch. Der Eselspatt beginnt an der Straße An der Blankenburg″. Genau an der Einfahrt leben Anwohner, die für ihre eigene Zufahrt Schlimmes befürchten ob es sich nun um einen Kreisel handeln wird oder um eine Ampelanlage. Andere befürchten zusätzlichen Straßenverkehr und sorgen sich um ihr schönes Hellern″. Ob nicht eine Wohnbebauung möglich wäre, fragte ein Anwohner. Das ist offenbar nicht der Fall, wie Schürings erläuterte: Dies sei angesichts des Lärms von der Autobahn kaum möglich. Außerdem brauche die Stadt nicht allein mehr Wohnraum, sondern: Wir benötigen auch Gewerbeflächen.″ Der Entwurf für den Bebauungsplan soll Mitte 2018 stehen.

SPD-Ratsherr Jens Martin äußerte sich im Gespräch mit unserer Redaktion skeptisch″ gegenüber dem Gewerbegebiet und nannte zwei Gründe: An der Blankenburg sei die Verkehrsbelastung bereits jetzt hoch. Auch eine weitere Flächenversiegelung in Hellern sieht er kritisch. CDU-Ratsfrau Anette Meyer zu Strohen, die das Bürgerforum leitete, berichtete während der Sitzung, dass Ausgleichsflächen für das Gewerbegebiet teils auch auf dem Gelände vorgesehen seien.

Sorge um einen lebendigen Ortskern: Anwohner befürchten weiterhin, das neue Nahversorgungszentrum auf dem ehemaligen Max-Bahr-Gelände werde den Geschäften in der Mitte Hellerns zusetzen. Stadtplaner Franz Schürings zeigte sich dagegen optimistisch: Wir gehen davon aus, dass es sich hier um einen gewachsenen Bereich handelt, der stabil ist.″ Er kündigte an, dass die Verwaltung Akteure im Ortskern bei Vorhaben unterstützen werde. Das gelte auch für den bestehenden Lebensmittelmarkt an der Töpferstraße.

Was tun gegen zu schnelle Autos auf der Großen Schulstraße? Stadtplaner Schürings stimmt Anwohnern jedenfalls zu: Die Geschwindigkeiten sind definitiv zu hoch.″ Die Verwaltung hatte an zwei Tagen gemessen. Sie will prüfen, was es außer neuen Markierungen und einem Dialogdisplay an weiteren Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Der Hörner Weg soll nicht weiter zerbröseln: Hans Schröder vom Osnabrücker Servicebetrieb berichtete, dass eine neue Deckschicht geplant sei. Die Straße werde dann auch ein Stückchen breiter″. Ein Anwohner wünscht sich deutlich mehr Breite was Anette Meyer zu Strohen kritisch sieht, denn: Dann wird zu schnell gefahren.″ Radfahrer erhalten dort keinen eigenen Weg. Wie Schröder erläuterte, liegt dies an den Eigentumsverhältnissen dort.

Verkehrserhebung für den Irisweg: Wie Franz Schürings mitteilte, sollen im nächsten Bürgerforum nähere Erkenntnisse über das Fahrverhalten auf der Straße vorgestellt werden. Der Wunsch vieler Anwohner ist eine verkehrsberuhigte Zone, aber der Verwaltung sind die Kosten dafür zu hoch. Doch soll auf einem Abschnitt des Iriswegs ein Gehweg gebaut werden. Das ist zumindest einem Anwohner zu wenig: Wir haben auf 350 Metern 16 Kinder und es wird gerast: Es muss sofort etwas geschehen!

Bildtext:
In der Diskussion: Entsteht am Eselspatt ein Gewerbegebiet?

Foto:
Swaantje Hehmann
Autor:
Jann Weber


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