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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Prima Klima auch mit der Luftfahrt?
Zwischenüberschrift:
Bürgerdialog Verkehrswende diskutiert über FMO
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Fliegen und der Klimawandel: Darum ging es bei der 7. Ausgabe des Bürgerdialogs Verkehrswende″ in Osnabrück. Zum Meinungsaustausch waren Verkehrsexpertin Monika Lege und FMO-Geschäftsführer Rainer Schwarz geladen. Der Bürgerdialog Verkehrswende″ ist eine Veranstaltung der Lokalen Agenda Osnabrück.

Das Klima schützt, wer weniger fliegt: So lautete der Kernsatz von Monika Lege, Mobilitätsfachfrau der Natur- und Umweltschutzorganisation Robin Wood. Kerosin verbrenne nicht nur zu Kohlendioxid (CO2), sondern hinterlasse auch Stickoxide und Wasserdampf. Sie sorgten für eine höhere Erwärmungswirkung als ähnliche Emissionen aus Auspuffen und Schornsteinen, sagte Lege.

Trotz Verdopplung des Flugverkehrs in den letzten 20 Jahren und der Prognose des Weltklimarates, dass sich der Flugverkehr bis 2050 verdreifache: In den bisherigen Klimaschutzabkommen sei Fliegen kein Thema gewesen. Das Zwei-Grad-Ziel, das im Pariser Weltklimaschutzabkommen vereinbart wurde, ist ohne Reduzierung des Flugverkehrs nicht zu erreichen″, konstatierte Monika Lege.

Der FMO ist einer von 36 deutschen Flughäfen. Zu viele, weil Überkapazitäten zu einem Dumpingwettlauf um Start- und Landeentgelte führten, meinte die Verkehrsexpertin. Am FMO gebe es jährlich 800 000 Fluggäste, ausgelegt sei er für 2, 5 Millionen Flugreisende. Monika Lege empfahl die Überprüfung der finanziellen Zuschüsse durch die Stadt und die Einbindung des Flugverkehrs in einen lokalen Klimaschutzplan. Weniger Geld aus der Stadtkasse wäre der billigste Weg das Klima zu schützen″, so die Umweltschutzaktivistin.

FMO-Geschäftsführer Rainer Schwarz hielt mit der wirtschaftlichen Bedeutung des Flughafens dagegen: Der FMO sei nicht da, um Billigflieger und (nur) Touristik zu bedienen, sondern um als Dienstleister der regionalen Unternehmen vor Ort zu sein. Wir haben die Anbindung an die großen Drehkreuze, insbesondere des größten nationalen Carriers: der Lufthansa.″

Der FMO ist laut Schwarz kein dahinsiechender Flughafen″, sondern habe in diesem Jahr die Fluggastzahlen um 20 Prozent gesteigert. Rund 1000 Arbeitsplätze sind direkt am Airport angesiedelt, weitere 2500 indirekt, stellte der Geschäftsführer vor.

Schaue man auf die Klimaauswirkungen, sei der Straßenverkehr mit 17, 5 Prozent für die Kohlendioxid-Emissionen weltweit verantwortlich, die Luftfahrt mit 2, 5 Prozent, zitierte Schwarz Zahlen der Internationalen Energieagentur. Einspruch gab es von Monika Lege beim Thema alternative Kraftstoffe, die Schwarz als Beitrag der Luftfahrt zum Klimaschutz anführte. Selbst wenn mehrere Hektar des Ersatzstoffes angebaut werden, kann man maximal acht Minuten damit fliegen.

Bildtext:
Luftfahrt und Klima: Monika Lege (Robin Wood) und Rainer Schwarz (FMO) diskutierten.

Foto:
Stefan Buchholz
Autor:
steb


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