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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt will Handyparken erneuern
 
Handyparken bald per App?
Zwischenüberschrift:
Bisheriges Angebot läuft Ende des Jahres aus und wird kaum genutzt – Erneuerung angedacht
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Fast alle Autofahrer, die in Osnabrück in einer gebührenpflichtigen Zone am Straßenrand parken, zahlen klassisch: Sie werfen Münzen in den Ticketautomaten, ziehen einen Parkschein und deponieren ihn hinter der Windschutzscheibe. Dabei gibt es schon seit 2008 die Option, per Mobiltelefon zu zahlen. Die Technik ist allerdings veraltet und ein Flop: Nur 0, 5 Prozent der Parker nutzen sie. Jetzt ist eine Erneuerung in Planung. Falls die Stadt ihr Handyparken auf eine modernere Technik umstellt, könnten Autofahrer mit ein und derselben App nicht nur bequem am Straßenrand bezahlen, sondern auch in den Parkhäusern der Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft (OPG), erläuterte jetzt deren Geschäftsführer Wigand Maethner den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses.

Kaum einer nutzt in Osnabrück die Möglichkeit, sein Parkticket per Handy zu bezahlen. Kein Wunder: Die Technik ist völlig veraltet. Jetzt soll sie erneuert werden. Angedacht ist eine App, mit der Autofahrer nicht nur am Straßenrand, sondern auch in den

Osnabrück. Bisher war die Zusatz-Option Handyparken an den städtischen Automaten ein Flop. Es wurde von einigen wenigen intensiv genutzt und von den anderen nicht beachtet″, sagt Wigand Maethner, Geschäftsführer der Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft (OPG). Weniger als 0, 5 Prozent derer, die ihr Auto an gebührenpflichtigen Straßenrändern parken, zahlen per Mobiltelefon. Die breite Masse wirft Münzen in den Automaten, zieht einen Parkschein und deponiert ihn gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe. Zwei Prozent der Parker zahlen außerdem per EC-Karte. 650 000 Euro nimmt die Stadt jährlich an Gebühren für das Parken am Straßenrand ein.

Die Möglichkeit, per Handy zu bezahlen, gibt es in Osnabrück bereits seit Mai 2008. Ende dieses Jahres läuft der Vertrag mit dem derzeitigen Anbieter aus. Smartphones waren 2008 noch eine Randerscheinung. Das hat sich geändert. In den Bussen der Stadtwerke können Fahrgäste ab November Handytickets nutzen, auch bei der Bahn sind digitale Fahrkarten längst gang und gäbe.

Was das Begleichen von Parkgebühren per Mobiltelefon betrifft, gibt es verschiedene Anbieter auf dem Markt, sie heißen zum Beispiel Sunhill″, Park Now″ oder Easypark″ und versprechen, das Bezahlen einfacher zu machen: bargeldlos und mit einer simplen Verlängerung der Parkzeit von unterwegs aus. Die Kontrolleure überprüfen dann per Kennzeichen, ob die Parkgebühr entrichtet ist oder nicht. Wichtig″, so Maethner: Es ist ein Serviceangebot, das man nutzen kann, aber nicht muss. Man kann weiterhin mit Münzen zahlen.″ Wer jedoch aufs Handyparken umsteigt, könnte die App künftig auch für das Bezahlen in den städtischen Parkhäusern nutzen.

Kostenlos ist der Handy-Service nicht, die Anbieter wollen daran verdienen. Maethner kalkuliert etwa 14 000 bis 15 000 Euro jährliche Kosten für die Stadt, macht aber direkt eine andere Rechnung auf: In zwei bis drei Jahren müsste die Stadt ihre Fahrscheinautomaten erneuern, wenn dort weiterhin die Zahlung per EC-Karte möglich sein soll. 13 000 Euro würde das kosten und wäre verzichtbar, wenn den Nutzern die Alternative Handy-Parken geboten würde.

Auf die normale Parkgebühr werden beim Handyparken etwa 14 Cent plus 14 Prozent Transaktionsgebühr aufgeschlagen, erläuterte Maethner im Stadtentwicklungsausschuss. Manche Kommunen übernehmen selbst einen Teil dieser Zusatzkosten, andere geben sie zu 100 Prozent an die Nutzer weiter. Letzteres würde die Verwaltung bevorzugen, sagte Stadtbaurat Frank Otte. Die Stadt werde im nächsten Schritt nun die Anbieter kontaktieren und die Planungen konkretisieren.

Bildtext:
Ein Flop: Weniger als 0, 5 Prozent der Autofahrer, die in einer parkscheinpflichtigen Zone parken, zahlen per Handy. Die Technik ist veraltet und könnte bald erneuert werden.

Foto:
David Ebener
Autor:
sdo


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