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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Abschied mit Schirm, Charme und Melone
Zwischenüberschrift:
Britische Streitkräfte verlassen Osnabrück nach 63 Jahren – 160 Hektar „Konversionsfläche″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die weltpolitischen Veränderungen seit dem Zerfall des kommunistischen Ostblocks und die damit verbundene Neuorientierung der Außen- und Verteidigungspolitik der Nato-Staaten waren der Auslöser dafür, dass die britische Rheinarmee, aus den 1945 eingerückten Besatzungstruppen hervorgegangen, ihre Truppenstärke in Deutschland drastisch zurückfuhr. 2006 gab das Verteidigungsministerium in London den Befehl, den Standort Osnabrück innerhalb der nächsten drei Jahre aufzugeben.

Einstmals war Osnabrück die größte britische Garnison außerhalb des Vereinigten Königreiches mit bis zu 11 000 Soldaten und Familienangehörigen gewesen, wobei sich das Zusammenleben im Laufe der Jahrzehnte immer weiter verbessert hatte. Aus Besatzern und Befreiern seien Freunde geworden, die man ungern ziehen lasse, sagte OB Boris Pistorius bei der Abschiedsparade am 19. Juli 2008 auf dem Marktplatz, und: Eine Epoche der Stadtgeschichte geht damit endgültig zu Ende.″ Die Parade musste wegen Dauerregens abgebrochen werden. Am 7. Oktober erlebten die Osnabrücker eine farbenprächtige Wiederholung auf dem Nikolaiort.

Als erste Kasernenanlage wurden die Quebec Barracks in Atter am 25. September 2008 besenrein an die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), zurückgegeben. Im Oktober folgten Belfast und Prestatyn Barracks an der Sedanstraße, im Dezember die Roberts Barracks in der Netter Heide, im Februar 2009 die Woolwich Barracks am Westerberg und schließlich am 26. März 2009 die Mercer und Imphal Barracks am Limberg. Für die Stadt begann damit eine gewaltige Entwicklungsaufgabe. 160 Hektar zusätzlicher Flächen warteten auf die Konversion″, die Umgestaltung zu Wohn-, Freizeit-, Verwaltungs-, Hochschul- und Gewerbeflächen. Die unter Bürgerbeteiligung gefassten Pläne sind zu großen Teilen bereits umgesetzt worden.

Bildtext:
Dauerregen bei der Abschiedsparade der britischen Streitkräfte in Osnabrück: Brigadier Julien Free (links) überreicht dem damaligen Osnabrücker Oberbürgermeister Boris Pistorius ein Schwert; rechts im Bild der britische Verbindungsoffizier Christopher Linaker.

Foto:
Ingo Wagner/ dpa
Autor:
Joachim Dierks


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