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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Es ist Zeit für einen Osnabrücker Appell″
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Friedensnobelpreis mahnt Atomstaaten″ und dem Kommentar Ein Auftrag für Merkel″ von Burkhard Ewert (Ausgabe vom 7. Oktober).

Endlich ein Weckruf durch das Nobelpreiskomitee, indem es den diesjährigen Friedenspreis an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) verleiht und damit den Finger genau in die Wunde legt und nicht wie vor einigen Jahren einen Bock zum Gärtner macht (Obama) beziehungsweise durch die Wahl der , Friedensmacht EU′ einen Schlafwandler oder gar Mittäter ehrt.

Es ist alles viel schlimmer, als es den Anschein hat: Schadenfroh-beifälliges Grinsen aus Europa, wenn US-Außenminister Rex Tillerson in vertrauter Runde seinen Chef einen , Deppen′ nennt, trägt eher dazu bei, die Nebelwand persönlicher Anschuldigung zu verstärken. Hinter ihr braut sich in der Führungsmacht der westlichen Welt ein Hurrikan zusammen, dessen Zentrum sich irgendwo zwischen State Department, Weißem Haus und Pentagon zurechtruckelt.

Hier muss auch mit der Friedenslegende Obama aufgeräumt werden: Unter seiner Ägide fand der Startschuss für eine enorme Modernisierung des US-amerikanischen Atomwaffenpotenzials statt, womit die technischen und strategischen Möglichkeiten zur Ablösung der Doktrin des Kalten Krieges als , Gleichgewicht des Schreckens′ geschaffen werden sollen. […] Anlässlich des Erscheinens von Erich Maria Remarques Osnabrück-Roman , Der schwarze Obelisk′ schreibt der Autor im Geleitwort 1956: , Die Welt liegt wieder im fahlen Licht der Apokalypse, der Geruch des Blutes und der Staub der letzten Zerstörung sind noch nicht verflogen, und schon arbeiten Laboratorien und Fabriken aufs neue mit Hochdruck daran, den Frieden zu erhalten durch die Erfindung von Waffen, mit denen man den ganzen Erdball sprengen kann.′

Zeit also für einen Osnabrücker Appell: Osnabrück erklärt sich durch eine Entschließung im Stadtrat zur atomwaffenfreien Zone und appelliert in dem Zusammenhang an die Bundesregierung, wie unser Nachbarland Österreich dem UN-Vertrag beizutreten und, ganz wichtig: Die Bundesregierung fordert den Abzug der Nuklearwaffen von deutschem Boden. Zweimal in Weltkriege hineinschlafwandeln muss reichen!

Harald Klausing

Osnabrück

Bildtext:
Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) wurde in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Foto:
dpa


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