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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zur Ueberschwemmung.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bei so tief schädigenden, auf alle Verhältnisse so tief einwirkenden Ereignissen, wie es die Ueberschwemmung eines Ortes oder von Stadttheilen eines Ortes ist, wie hier, liegt wohl die Frage nahe, " hätte das Unglück vermieden werden können." Die Frage ist gewiß schwer zu entscheiden und es wird zunächst wichtig sein, das Thatsächliche auszuführen, was für eine entscheidung der Frage von Bedeutung ist. Die Ursache der Katastrophe soll die Stauung der Eismassen vor der Neuenmühle und vor den Pfählen der Badeanstalt gewesen sein. War die rechtzeitige Beseitigung dieser Eismassen, um dem Wasser freie Bahn zu schaffen, möglich und sind früh genug Anordnungen und geeignete Anordnungen dazu getroffen? Ist ferner der Behörde das Steigen des Wassers früh genug gemeldet worden. Auf die Frage: Wer hat die Ueberschwemmung vom (vor) gestrigen Sonntage verschuldet? Konnte sie nicht abgewendet werden? wird in einem Artikel der " V.-Ztg." die allgemeine Antwort gegeben: " Das städtische Bauamt und die Polizei tragen beide zugelich Schuld. Das Bauamt setzte mitten in den Fluß einen colossalen Pfeiler als Träger der neuen Brücke, außerdem sind die primitiven " Schütten" der Neuen Mühle stehen geblieben, die im Sommer bei starken Regenfällen kaum genügen, wie auch die Pfähle der Schwimmanstalt. Da brauchte es einen denn nicht zu wundern, bei diesem dreifachen Hinderniß, daß eine Katastrophe eintrat bei dem plötzlichen Thauwetter. Die Eismassen, welche angeschwemmt kamen, stauten sich vor den Pfählen der Schwimmanstalt, vor dem Pfeiler, vor den " Schütten" und bildeten so einen breiten, festen Damm, der kein Wasser durchließ. Was war natürlicher, als daß dieses bewegliche Element den ausweg suchte, wo es ihn finden konnte." Wir erfahrenüber die Sachlage in vorstehender Beziehung Folgendes: Auf der Neustadt resp. unter den Anwohnern der überschwemmten Straßen, von denen in der That eine ganze Anzahl recht beträchtlichen Schaden erlitten haben, herrscht eine große Unzufriedenheit und man hört überall die Ansicht aussprechen, daß der Ueberschwemmung wohl hätte vorgebeugt werden können, wenn seitens der städtischen Behörde, die zu rechter Zeit auf die drohende Gefahr aufmerksam gemacht worden war, auch zu rechter Zeit kräftige Leute in genügender Zahl zur Verfügung gestellt worden wären, um die Stauungen an der Neuenmühle zu verhindern. Die Ueberfluthung dürfte noch manche Nachspiele im gefolge haben. So wollen viele vom Wasser heimgesuchte Einwohner Entschädigungs-Ansprüche bei der Stadt geltend machen. Die Angelegenheit soll auch, wie uns ferner mitgetheilt wird, zum Gegenstand einer Interpellation für die nächste Bürgervorstehersitzung gemacht werden. Nach Lage der Sache wird eine ernste Untersuchung derselben nothwendig stattfinden müssen. Voraussichtlich wurd manches schon in der Bürgervorstehersitzung klargelegt werden.


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