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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Flüchtlingskinder im Botanischen Garten
Zwischenüberschrift:
Lotter Verein organisiert Ausflug zum Westerberg in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Bei einem Besuch der Flüchtlingshilfe Lotte im Botanischen Garten der Universität Osnabrück lernten 16 Kinder am Samstag unter anderem, woraus die T-Shirts gemacht wurden, die sie dann selbst bedrucken durften.

Zu Beginn des Ausflugs ging es mit dem Linienbus von Wersen aus direkt auf den Westerberg, wo Claudia Grabowski-Hüsing die Kinder und ihre sechs Begleiter sowie Schülerin Amelie Schnarre, die sich für das Projekt Sozial genial″ am KvG-Gymnasium Mettingen der Gruppe angeschlossen hatte, in Empfang nahm. Zur Unterstützung hatte sich die Leiterin der Grünen Schule die Studentin Alexandra Nolting mitgebracht.

Viele Fragen hatten die zwischen sechs und elf Jahre alten Kinder an die Expertinnen, die diese stets so fachkundig wie kindgerecht zu beantworten wussten. Aber auch umgekehrt lernten sie selbst etwas Neues von den Kindern. Als es etwa darum ging, wie denn ein indischer Sari anzuziehen wäre, konnte die zehnjährige Pooja aus Kaschmir behilflich sein. Das Kleidungsstück diente als ein Beispiel für Dinge, die aus Pflanzenfasern hergestellt werden. Zuvor hatten die Kinder mit verbundenen Augen blind Gegenstände ertastet, die anschließend tierischen, synthetischen und eben pflanzlichen Fasern zugeordnet wurden. Ein vermeintlicher Hund entpuppte sich dabei als Plüsch-Teddy, ein gleichzeitig harter und weicher Gegenstand als Wattestäbchen oder ein Schal als Seidentuch, das wie das indische Kleidungsstück aus dem Kokon einer Raupe hergestellt wird.

Im Tropenhaus wurde es nicht nur den Kindern, die aus Syrien, Armenien, Algerien, Nigeria, Tadschikistan und dem Irak nach Deutschland gekommen waren und nun auch zumindest klimatisch Südamerika kennenlernten, erst einmal richtig warm. Dort konnten sie nicht nur diverse Frösche hören und sehen, sondern erfuhren auch, dass etwa aus den Fasern der Wasserhyazinthe Körbe geflochten und aus den Samen der Kokospalme Fasern gewonnen werden, die zum Beispiel für Taue, Matten, zum Polstern oder Ausstopfen von Matratzen oder zur Dämmung verwendet werden. Wie Baumwolle gewonnen wird, wurde den Kindern in einem anderen Gewächshaus nahegebracht, da diese aus Indien stammt, inzwischen aber auch in Amerika angebaut wird.

Für die wenigen Kinder, die noch nicht so gut Deutsch sprechen, stand neben Vereinsmitglied Grace Meier auch Danial Sakka zur Übersetzung zur Verfügung, der sich in nur eineinhalb Jahren die dafür ausreichenden Sprachkenntnisse angeeignet hat. Am Ende waren die Kinder begeistert von dem Ausflug, bei dem sie zu Beginn auch etwas über die Geschichte des alten Steinbruchs lernten, wo jetzt Pflanzen aus aller Welt ihre neue Heimat gefunden haben. Mit den T-Shirts konnten sie ein Stück bunte Blättervielfalt auch mit nach Hause nehmen.

Bildtext:
Den Pflanzenfasern auf der Spur: Grüne-Schule-Leiterin Claudia Grabowski-Hüsing (rechts) zeigt den Gästen aus Lotte, woraus T-Shirts gemacht sind.

Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
mali


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