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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Der letzte Kunsthandwerkermarkt?
Zwischenüberschrift:
Der letzte Kunsthandwerkermarkt?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
In der Halle Gartlage fand gestern der womöglich letzte Kunsthandwerkermarkt an einem Sonntag statt. 150 Aussteller zeigten ihre Kunst, und viele Besucher nutzten die Veranstaltung für einen Ausflug. Alle Beteiligten sorgen sich, dass solche Märkte in Zukunft nicht mehr möglich sind.

Osnabrück. 150 Aussteller waren in der Gartlage zusammengekommen, um ihre kunsthandwerklichen Angebote zu präsentieren und natürlich auch zu verkaufen.

Es könnte das letzte Mal gewesen sein, dass es den Kunsthandwerkermarkt in dieser Form gegeben hat, denn das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat entschieden, dass gewerbliche Märkte an Sonn- und Feiertagen in Niedersachsen nach geltender Rechtslage grundsätzlich unzulässig sind ähnlich wie die meisten Sonntagsöffnungen im Einzelhandel.

Die Osnabrücker Stadtverwaltung hat zwar noch keine konkreten Verbote angekündigt, auf Nachfrage unserer Redaktion aber in der vorvergangenen Woche bestätigt, sich bereits intensiv mit dem Thema zu beschäftigen.

Ich hoffe, dass sich das nur auf Trödel- und Flohmärkte bezieht und nicht auf die Spezialmärkte″, meinte Michael Osterbrink von der veranstaltenden Agentur Grawe & Osterbrink. Neben den Kunsthandwerkern und den Veranstaltern seien von einem Verbot auch die Hallen betroffen, betonte er. Wer soll denn dann die Halle Gartlage oder die Osnabrück-Halle mieten?″, stellte er in den Raum.

Traurig sein dürften auch die Besucher der unterschiedlichen Märkte. Für viele ist der Besuch solcher Veranstaltungen ein fester Bestandteil des Wochenendes. Wir stellen fest, dass viele Besucher nichts kaufen und den Kunsthandwerkermarkt nur als Ausflugsziel besuchen″, meinte Osterbrink. Er sieht die Politik am Zug, die Gesetzeslage so zu gestalten, dass beliebte Veranstaltungen wie der Kunsthandwerkermarkt weiterhin möglich sind. Vonseiten der Veranstalter sei man durchaus für Regelungen und Einschränkung offen, das vollständige Verbot lehne man aber ab. Dabei dränge die Zeit. Der Kunsthandwerkermarkt im Februar ist bereits ausgebucht und beworben″, stellte er fest.

Auch die Aussteller fürchten, dass es das letzte Mal gewesen sein könnte. Glasbläser Stefan Warnken ist extra aus Moorhusen an der Küste nach Osnabrück gekommen. In der Halle Gartlage stellte er nicht nur seine in Heimarbeit erstellten Glaskunstwerke aus, er arbeitete vor den Augen der Besucher auch mit Feuer und flüssigem Glas. Es ist einfach wichtig, dass diese Märkte erhalten bleiben″, meinte er. Es gebe nur wenige Märkte, auf denen wirklich handwerklich und privat arbeitende Aussteller wie er selbst vertreten sind. Viele Veranstalter wollen lieber Schmuck und gewerbliche Händler, da diese höhere Gebühren zahlen″, bedauerte er. In Osnabrück sei das anders. Hier stehe das eigentliche Handwerk noch im Mittelpunkt. Deswegen nehme er die 200-Kilometer-Strecke von Ostfriesland nach Osnabrück auch gerne immer wieder in Angriff.

Gesetzlich verordnete Zwangspause am Sonntag sollte das auch für Veranstaltungen wie den Kunsthandwerkermarkt gelten? Stimmen Sie ab auf noz.de

Bildtext:
Glasbläser Stefan Warnken kam aus Moorhusen nach Osnabrück.

Populär ist der Kunsthandwerkermarkt in jedem Fall das belegen die Besucherzahlen.'

Fotos:
Robert Schäfer
Autor:
Robert Schäfer


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