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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Von christlichem Menschenbild verabschiedet″
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Erste homosexuelle Paare verheiratet″ und dem Kommentar Nachbessern, bitte″ von Melanie Heike Schmidt (Ausgabe vom 2. Oktober).

Ihre Berichterstattung , Erste homosexuelle Paare verheiratet′ und ihr Kommentar , Nachbessern, bitte′ zeigen deutlich, wie weit sich unsere Gesellschaft
von der Transzendenz und dem christlichen Menschenbild verabschiedet hat. Die Familie stand bisher als eheliche Gemeinschaft von Mann und Frau mit Kin-dern im Zentrum unserer Gesellschaft. Die Familie ist die erste und wichtigste natürliche Gemeinschaft und weiter der Ort, wo erste zwischenmenschliche Beziehungen wachsen. Die christliche Erziehung der geborenen Kinder ist eine unverzichtbare Leistung der Mütter für unsere Gesellschaft. Hier werden die Werte gelebt und nachvollzogen, auf denen unsere Gesellschaft aufbaut. Dazu gehört auch die Achtung
vor Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung.

Einige Punkte Ihrer Darstellung bedürfen aus meiner Sicht der Ergänzung. Erstens: Ihre Beurteilung der katholischen Kirche in ihrem Kommentar als , rückständig′ ist nicht redlich, da die katholische Kirche der Wahrheit und der göttlichen Offenbarung verpflichtet ist. Siehe Gen 19, 1–29; Röm 1, 24–27. Zweitens: Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist ein eingetragener Verein, der kein Organ der Kirche darstellt und darüber hinaus nicht die Vertretung aller katholischen Laien ist.

Drittens: Die Forderung des ZDK-Präsidenten Sternberg , Wir wollen einen Segen für sich liebende Menschen′ zeigt eine schwere Differenzierungsunfähigkeit. Die Ehe für homosexuelle Paare zielt, da eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften bisher schon die gleichen Rechte wie Eheleute hatten, allein auf die uneingeschränkte Adoption von Kindern. Wo bleibt da das unerwähnte Kindeswohl, das Recht des Kindes auf eine unbelastete psychische Entwicklung? Fehlerhafte sexuelle Fixierungen machen sich nicht im Intellekt bemerkbar, sondern möglicherweise erst in einer späteren Ehe.

Viertens: Das Naturrecht hat für jeden Staat eine ungeschriebene Voraussetzung, dies ist , das Gesetz
des Gemeinwohles′. Das nach seinen beiden Seiten als Ordnung der Einheit durch die Autorität und als Ordnung der Freiheit aufgrund der natürlichen Rechte steht. Der Deutsche Bundestag hat durch seine Mehrheitsentscheidung für eine , Ehe für alle′ sich von der christlichen Auffassung verabschiedet, dass Gott unser Schöpfer, der letzte Ursprung allen Rechtes ist.″

Dr. Ragnar Weber

Meppen

Bildtext:
Seit 1. Oktober können auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten.

Foto:
dpa
Autor:
Ragnar Weber


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