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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Am Neumarkt entsteht ein neues Hotel
 
Sportarena weicht einem Hotel
Zwischenüberschrift:
Neubau am Neumarkt soll 2020 fertig sein
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Das Sportarena-Haus am Osnabrücker Neumarkt wird voraussichtlich schon im kommenden Jahr abgerissen und einem Hotelneubau weichen. Wie Eigentümer Theodor Bergmann am Montag mitteilte, hat er einen über 20 Jahre laufenden Mietvertrag mit der Centro-Hotelgruppe unterschrieben. Das schnell wachsende Hamburger Unternehmen, das in Deutschland und Österreich 62 Hotels betreibt, plant ein Haus unter dem Markennamen NinetyNine″. Im Erdgeschoss soll es zwei Gastronomiekonzepte geben. Namen nannte Bergmann noch nicht. Auf der anderen Seite des Neumarktes plant Bergmann zusammen mit einem Partner einen weiteren Neubau hauptsächlich für Mieter aus dem Einzelhandel. Wichtige Mietverträge sollen noch in diesem Monat unterzeichnet werden.

Das Sportarena-Haus am Neumarkt wird abgerissen und durch einen Hotel-Neubau mit zwei Restaurants ersetzt. Das teilte Bauherr Theodor Bergmann am Montag mit.

Osnabrück. Immobilienkaufmann Theodor Bergmann hat große Pläne mit dem Eckgrundstück zwischen Hase und Neumarkt. Der bisherige Mieter Sportarena wird das Haus Ende Februar 2018 räumen. Voraussichtlich ab Herbst kommenden Jahres wird das siebenstöckige Gebäude dann bis auf das Erdgeschoss abgerissen.

Einzelhandel hat an diesem Standort ausgedient. Hauptmieter des künftigen Neubaus wird die Hotelkette Centro mit Hauptsitz in Hamburg sein. Centro betreibt aktuell 62 Hotels mit über 6000 Zimmern in Deutschland und Österreich. Das Unternehmen rechnet sich selbst zu den am schnellsten wachsenden Hotelanbietern im Mittelklasse-Segment″. In den vergangenen fünf Jahren sei es gelungen, die Centro-Hotels in ganz Deutschland und Österreich als citynahe Hotelmarke zu positionieren, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Bis 2020 soll das Standortnetz in Deutschland und Europa noch erheblich ausgebaut werden. Osnabrück ist eine Station auf diesem steilen Wachstumspfad.

Am Neumarkt in Osnabrück will die Centro-Gruppe ein Haus unter dem neuen Markennamen NinetyNine″ mit 130 Zimmern in der Zwei-Sterne-Kategorie betreiben. Niveau und Ausstattung entsprechen schon eher dem Drei-Sterne-Standard″, sagt Theodor Bergmann. Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage mit 25 Stellplätzen vorgesehen. Der Mietvertrag, der in der vergangenen Woche während der Immobilienmesse Expo Real in München unterzeichnet worden ist, hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Der Neubau soll 2020 bezugsfertig sein.

Fassaden-Wettbewerb

Wichtiger Bestandteil des Hotel-Konzeptes an dieser Stelle sind zwei Gastronomie-Angebote im Erdgeschoss. Namen will Bergmann noch nicht nennen, weil die Mietverträge noch nicht unter Dach und Fach sind. Interesse hat ein Anbieter mit einem ökologisch-biologischen Anspruch″, wie Bergmann sagt. Den Gastro-Schwerpunkt im neuen Haus werde eine Ganztagesgastronomie bilden, die vom Frühstück am Morgen über den Mittagstisch bis zum Dinner am Abend und Cocktailbar alles aufbietet. Darüber hinaus wird das Centro-Hotel im ersten Obergeschoss eine eigene kleine Gastronomie haben.

Noch ein Hotel in Osnabrück? Bergmann ist sich sicher, dass die Stadt einen weiteren Beherbergungsbetrieb gerade in Citynähe braucht. Wir haben das durch Gutachten feststellen lassen″, versichert der Immobilienkaufmann, so etwas macht man nicht einfach ins Blaue hinein.″ Seit 2015 sind in Osnabrück mit dem Arcona Living an der Osnabrück-Halle (108 Zimmer) und dem B& B-Haus auf der Ostseite des Bahnhofs (100 Zimmer) zwei neue Hotels an den Markt gegangen. Am Alando Palais ist ein Holiday Inn (158 Zimmer) gerade im Bau.

Den Hotel-Neubau wird eine von Bergmanns Immobiliengesellschaften errichten. Der Immobilienkaufmann hat sich gegenüber der Stadt verpflichtet, einen Gestaltungswettbewerb für die Fassade auszuschreiben. Der Wettbewerb werde jetzt umgehend ausgelobt, so Bergmann. Er geht davon aus, dass ein Preisgericht im Frühjahr kommenden Jahres eine Entscheidung trifft und im Herbst mit dem Bau begonnen werden kann.

Die Immobilie steht an einer städtebaulich exponierten Stelle. Sie wird das Gegenstück zum futuristisch-schiefen Hasehaus, dem unter Denkmalschutz stehenden Landgericht, dem geplanten Zauberwürfel vor dem Neumarkt-Carrée und dem angedachten Einkaufszentrum an der Ecke Johannisstraße bilden.

Das Centro-Hotel füge sich sehr gut in die gesamte Neumarkt-Planung ein, so Bergmann weiter. Das Hotel und die Gastronomie werden zusätzliche Frequenz schaffen.″ Er äußerte sich sehr froh″, dass der Neumarkt nun hoffentlich und endgültig″ autofrei werde. Wörtlich teilte Bergmann am Montag mit: Die Vermietung wurde überraschend kurzfristig vollzogen und sehr durch den Umstand gefördert, dass der Rat der Stadt Osnabrück die konsequente Verkehrsberuhigung des Neumarktes beschlossen hat.″

Bildtext:
Die Sportarena geht, ein Hotel folgt. Archivfoto:

Jörn Martens

Kommentar:

Das passt

Immobilienkaufmann Bergmann ist mit dem Hotelprojekt ein Coup gelungen, der dem Neumarkt guttun wird. Kein zusätzlicher Einzelhandel, sondern ein Frequenzbringer, in dem auch noch nach Geschäftsschluss Licht brennt: Die Mischung passt.

Mit dem Hasehaus, dem geplanten Zauberwürfel vor H& M und dem neuen Hotel an der Hasebrücke bekommt der Neumarkt moderne Kanten und Konturen. Und endlich geht es voran in diesem städtebaulichen Notstandsgebiet, denn auch die Stadt will 2018 mit der Neugestaltung des Platzes beginnen. Je weiter die Entwicklung voranschreitet, umso mehr schmerzt die Tristesse an jener Ecke, wo schon längst das Einkaufscenter hätte stehen sollen. Zehn Jahre steht der Wöhrl-Komplex nun schon leer. Ein trauriges Jubiläum.
Autor:
hin


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