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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Polarfuchs im Internet verkauft
 
Frau verkauft mangelhaft geimpften Polarfuchs
Zwischenüberschrift:
Tier im Internet angeboten – Landkreis will Verstoß ahnden
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Eine Osnabrückerin hat über das Internet einen Polarfuchs verkauft. Aufgrund korrekter Papiere durfte sie das zwar. Bei der Kontrolle stellte der Veterinärdienst von Stadt und Landkreis aber fest, dass der Fuchs nicht korrekt geimpft gewesen war. Das will der Landkreis nun ahnden.

Eine Frau aus Osnabrück hat im Internet einen Polarfuchs angeboten und verkauft. Das an sich war legal, doch die Anbieterin verstieß gegen das Tiergesundheitsgesetz. Der Landkreis will den Verstoß nun ahnden. Auch stand ein Vorwurf der nicht artgerechten Haltung im Raum.

Osnabrück. Bereits vergangene Woche hatte der Landkreis einen Hinweis auf den Fuchs und eine nicht artgerechte Haltung in einer Vogelvoliere bekommen. Auch in der Redaktion meldete sich anonym eine Frau und berichtete von dem Tier, das bei Ebay angeboten werde. Zu finden war das Angebot allerdings nicht mehr auch nicht in den beendeten Angeboten.

Am Montag wollte der gemeinsame Veterinärdienst von Stadt und Landkreis den Polarfuchs und dessen Haltung überprüfen. Das Tier war aber bereits verkauft, die Anbieterin nicht anzutreffen, bestätigt Landkreissprecher Burkhard Riepenhoff auf Anfrage unserer Redaktion.

Tippgeberin kauft Tier

Offenbar hatte die Hinweisgeberin das Tier bereits selbst gekauft, um es aus der kleinen Voliere zu holen. Das Tier befinde sich in einer Tierarztpraxis in Westfalen, sagte Riepenhoff. Die neue Besitzerin wohnt im Landkreis Osnabrück.

Die Hinweisgeberin berichtete unserer Redaktion, dass sie sich gegenüber der Verkäuferin als Kaufinteressentin ausgegeben habe. Daraufhin habe sie von der Anbieterin ein Video bekommen, in dem der Fuchs in einer Vogelvoliere zu sehen sein soll. Die Verkäuferin habe gesagt, öfter Polarfüchse anzubieten, die sie aus Tschechien bekomme. 350 Euro habe sie für das Tier verlangt.

Als der Veterinärdienst von Stadt und Landkreis zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde die Verkäuferin bei einem weiteren Termin antraf, legte diese einen Zuchtbeleg vor; demnach stammt das Tier aus einer Zuchtfarm in Tschechien. Damit durfte sie den Fuchs nach dem Artenschutzrecht besitzen und letztlich auch verkaufen, bestätigen Gerhard Meyering, Sprecher der Stadt Osnabrück, sowie Landkreissprecher Riepenhoff. Bei der weiteren Überprüfung habe der Landkreis der Frau zudem die korrekte Haltung des Tieres attestiert, sagt Riepenhoff.

Gesetzesverstoß

Allerdings hatte sie den Fuchs nicht korrekt impfen lassen beziehungsweise nicht dafür gesorgt, dass der Fuchs bei der Einfuhr die korrekten Impfungen hatte. Damit verstieß die Frau gegen das Gesetz zur Vorbeugung vor und Bekämpfung von Tierseuchen. Das wird geahndet, wegen der mangelhaften Impfung gibt es ein Ordnungswidrigkeitsverfahren″, sagt Riepenhoff. Vermutlich werde es kein großer Betrag″.

Da die neue Besitzerin im Landkreis wohnt, ist der Landkreis zuständig für die Überprüfung der Haltungsbedingungen, sagt Meyering. Dem kam der Landkreis bereits nach, sagt Riepenhoff. Der Polarfuchs werde korrekt gehalten, nun in Paarhaltung, die Impfung habe die neue Besitzerin nachgeholt.

Bildtext:
Einen solchen Polarfuchs wie diesen aus dem Zoo verkaufte eine Osnabrückerin über das Internet.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
yjs


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