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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Domschule will mehr Muslime aufnehmen
Zwischenüberschrift:
Schul- und Sportausschuss befürwortet Antrag auf Sonderregelung beim Ministerium
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Thomas-Morus-Schule hat es vorgemacht, jetzt zieht die Domschule in Osnabrück nach: Sie will zum kommenden Schuljahr mehr nicht katholische Schüler aufnehmen.

Die Zahl der katholischen Schüler sinkt seit Jahren, die der Kinder mit Migrationshintergrund steigt. Das Niedersächsische Schulgesetz regelt, dass Konkordatsschulen wie Domschule oder Thomas-Morus-Schule 30 Prozent nicht katholische Schüler aufnehmen dürfen. Mehr nicht. Was machen die katholischen Schulen, wenn mehr muslimische Schüler anklopfen? Eine Ausnahme.

Bereits im Jahr 2015 hat die Thomas-Morus-Schule in Haste einen Antrag beim Kultusministerium gestellt, um den Anteil andersgläubiger Kinder auf 40 Prozent zu erhöhen. Mit Erfolg. Das will die Domschule nun auch. 2015 sei die Situation an der Domschule noch nicht akut gewesen, erklärte Georg Schomaker, Vorstand der Schulstiftung des Bistums Osnabrück. Jetzt sieht das anders aus: 898 Schüler besuchen derzeit (Stand: August 2017) die Domschule, in den Jahrgängen 5, 6, 7 und 8 liegt der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund bei 20 Prozent, der der Schüler, die sonderpädagogisch unterstützt werden, bei vier Prozent. Tendenz: steigend. Wenn wir den Anforderungen von Migration und Inklusion in Zukunft gerecht werden wollen, ist es notwendig, den Anteil zu erhöhen″, betonte Schomaker. An der Oberschule gibt es bereits islamischen Religionsunterricht, vor sieben Jahren wurde eine Kooperationsklasse mit der Montessorischule eingerichtet.

Der Schul- und Sportausschuss begrüßte die Idee: Es ist sinnvoll, dass mehr Kinder mit besonderem Bedarf aufgenommen werden können″, sagte Brigitte Neumann (CDU). Nach drei Jahren solle die Verwaltung evaluieren, ob die Gründe weiterhin bestehen, regte Thomas Klein (Grüne) an. Wenn die Stadt als kommunaler Träger und das Kultusministerium zustimmen, steht der neuen 40-Prozent-Quote für Sommer 2018 nichts mehr im Wege.

Bildtext:
Die Domschule will den Anteil nicht katholischer Schüler erhöhen.

Foto:
David Ebener

Konkordatsschulen

Thomas-Morus-Schule und Domschule sind Konkordatsschulen, während die Angela- und die Ursulaschule reine Privatschulen sind. Die Schulstiftung des Bistums ist Trägerin aller vier Schulen.

In einem 1965 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Niedersachsen geschlossenen Vertrag (Konkordat) wurden verschiedene Richtlinien für Konkordatsschulen definiert, deren Lehrer zum Beispiel von der Stiftung eingestellt aber vom Land finanziert werden. Bei Konkordatsschulen darf der Anteil andersgläubiger Schüler maximal 30 Prozent betragen. Die Finanzierung durch das Land ist an die Einhaltung der Prozentgrenze gebunden. Für die Privatschulen gilt die Quote nicht. asp/ dk
Autor:
asp


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