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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kleine Vorbilder für den Klimaschutz
Zwischenüberschrift:
Durch das Projekt „Kindermeilen″ sollen auch die Eltern erzogen werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit dem Fahrrad, dem Tretroller oder auch zu Fuß sind die Kinder der katholischen Kindertagesstätte St. Maria Rosenkranz eine Woche lang unterwegs gewesen, um etwas Gutes für das Klima zu tun.

Osnabrück. Meilen sammeln″ das ist normalerweise vor allem etwas für Geschäftsleute, die viel mit dem Flugzeug unterwegs sind und sich später über Freiflüge freuen. Nun aber waren es 140 Kinder aus fünf Kindertagesstätten in der Stadt Osnabrück, die eine Woche lang Meilen sammelten″ indem sie auf klimafreundliche Verkehrsmittel umstiegen beziehungsweise ihre Eltern dazu brachten, so zu handeln. Für einen Weg zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Bus gab es jeweils einen Punkt für das europaweite Projekt Kindermeilen″, an dem sich nun auch die Stadt Osnabrück beteiligt hat.

Dieses Jahr ist es in den fünf Kitas noch eine Modellaktion gewesen, nächstes Jahr können alle Kindergärten und Grundschulen der Stadt mitmachen. Der St.-Antonius-Kindergarten, die Paulus-Kindertagesstätte Rappstraße, die Thomas-Kita und die Kindertagesstätte Margareten machten bereits in diesem Jahr mit.

36 Meilen haben zum Beispiel die Vorschulkinder der Kindertagesstätte St. Maria Rosenkranz in einer Woche zusammengesammelt. Alle Kinder hatten Spaß daran, mit dem Fahrrad zu fahren. Ohne Abgas zu fahren″ war das Ziel der Kinder. Nicht nur das Klima schützen die Kleinen damit, auch fahren sie Fahrrad, weil man mehr Muskeln in den Beinen bekommt″, wie der fünfjährige David weiß.

Die Kinder sollen es nicht als Wettrennen betrachten, es soll ihnen Freude machen, Klimapunkte zu sammeln″, erklärte Barbara Rolfes, Betreuerin der Vorschulkinder. Auch ist es wichtig, dass wir Vorbilder sind und dranbleiben″, erklärt Rolfes, die selbst per Fahrrad gefahren ist und streng von ihren Schützlingen beobachtet wurde. Auch sei es wichtig, dass Eltern die Kinder bei solchen Projekten begleiteten.

Gleichzeitig solle es aber nicht um den erhobenen Zeigefinger gehen, erklärte Cornelia Saure von der Stadt Osnabrück, die das Projekt Klimaschutz im Kindergarten″ leitet. Es solle im Rahmen der Möglichkeiten bleiben. Jede Kita und Grundschule könne daher selbst entscheiden, wie tief sie in das Projekt einsteige.

Stadtbaurat Frank Otte sieht neben dem guten Zweck zur Verbesserung des Klimas und dem Auseinandersetzen der Kinder mit Umwelt und Mobilität auch den Vorteil, dass Kinder auch etwas bei ihren Eltern bewegen können. Die Kinder fordern bei den Eltern ein, mit dem Fahrrad zum Kindergarten zu fahren oder zu Fuß zu gehen, denn sie wollen die Punkte haben.″ Das habe einen hervorragenden Effekt auf die Eltern.

Das Projekt finanziert sich aus dem Preisgeld Niedersächsische Klimakommune 2016″, das die Stadt Osnabrück im vorherigen Jahr erhalten hat. Am Ende soll es für die teilnehmenden Osnabrücker Vorschulkinder ein Abschlussfest im Museum am Schölerberg geben.

Die gesammelten Meilen aus ganz Europa werden auf der UN-Klimakonferenz in Bonn Anfang November überreicht. Damit sollen die Kinder ein Zeichen setzen und die Politiker dazu auffordern, sich für mehr Klimaschutz einzusetzen.

Bildtext:
Die Kinder zählen ihre bisher erreichten Kindermeilen″.

Foto:
Katja Steinkamp
Autor:
Anne Sophie Köstner


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