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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fantasie und Kraft für Umgang mit AfD
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Merkel trotzt Verlusten″ und der Berichterstattung zur Bundestagswahl (Ausgabe vom 25. September).

„, Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch′, das sagte Brecht einst. Wie recht er hatte, das zeigt diese Bundestagswahl. Der Einzug einer Partei in den Bundestag, die mit Rassismus, Nationalismus und Hassparolen den Artikel 1 des Grundgesetzes aushebeln möchte, der da lautet: , Die Würde des Menschen ist unantastbar′, die mit Alexander Gaulands Worten , Wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen′ zu Gewalt und Hass aufruft, dieser Einzug erinnert fatal an die Reichstagswahl am 30. Januar 1933.

Die bundesdeutsche Demokratie, wird mancher sagen, habe auch schon in früheren Jahren Rechtsaußen-Parteien verdaut. Aber anders als früher ist die AfD kein Sammelbecken für Altnazis. In der AfD sammeln sich neue Rassisten, Gegner der Demokratie und Hassprediger gegen Menschenrechte und Menschenwürde.

Solche, die einer demokratischen Gesellschaft keine Chance mehr geben wollen. Richtig ist deshalb Martin Schulz′Entscheidung für die SPD, als Opposition die Führungsrolle der AfD in der Opposition zu verhindern.

Gefährlich dagegen ist Horst Seehofers Ankündigung, dass man , die offene Flanke auf der rechten Seite schließen′ müsse. Wer so etwas will, nähert sich gefährlich nah der AfD und ihrer Missachtung von Menschenwürde und Toleranz. Nicht parteipolitische Einzelinteressen, sondern das Gesamtwohl der deutschen Demokratie stehen jetzt auf dem Spiel.

Die Auseinandersetzung mit der AfD braucht Fantasie und Kraft, sie braucht den Mut einer selbstbewussten Zivilgesellschaft, die anstelle von Wegsehen und Unterlassen Zukunftsentwürfe fordern und entwickeln muss, Zukunftsentwürfe, die Gerechtigkeit, Beteiligung und Menschenwürde zum Ziel haben, einer Zivilgesellschaft, die sich nicht mehr auf Versprechungen der Regierenden verlassen, die Demokratie und Menschenwürde nicht zu Floskeln verkommen lassen will und die jeden Einzelnen von uns herausfordert, aktiv Verantwortung für eine demokratische Gesellschaft zu übernehmen.″

Lioba Meyer

Osnabrück

Bildtext:
Die Auseinandersetzung mit der AfD brauche den Mut einer selbstbewussten Zivilgesellschaft, schreibt eine Leserin. Alexander Gaulands Worte („ Wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen″) sieht sie als Aufruf zu Gewalt und Hass

Foto:
dpa
Autor:
Lioba Meyer


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