User Online: 1 | Timeout: 09:01Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gefährliche Abkürzung in Sutthausen
Zwischenüberschrift:
Ärger auf der Wulftener Straße – Verwaltung plant Arbeitskreis mit Anwohnern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Arbeitskreis mit Anwohnern und Akteuren aus der Verwaltung soll helfen, die Verkehrsprobleme rund um die Wulftener Straße zu verbessern. Darüber diskutierte das Bürgerforum Sutthausen.

Osnabrück. Manche Autofahrer scheuen sich vor der Aussicht auf eine rote Ampel. Statt sich auf der großen Kreuzung Hermann-Ehlers-Straße/ Malberger Straße einzuordnen, biegen sie in ein Wohngebiet ab: Die Wulftener Straße verläuft etwa parallel zur Malberger Straße. Die Forststraße verbindet die beiden wieder. Die Anwohner sind ratlos, und die Verwaltung weiß bisher nicht, was zu tun am besten wäre. Dieses Mal waren es Dirk Wessels und Heinz Witte, die das Thema im Bürgerforum vorbrachten. Eine Reihe von weiteren Sutthausern hatte dies schon im Laufe der vergangenen Jahre getan.

Jannik Littek vom Fachbereich Städtebau vermutete: Das Problem ist wahrscheinlich älter als ich.″ Anwohner stimmten ihm zu und sprachen von einem Verkehrsleiden, das sich bereits seit 40 Jahren bemerkbar mache und offenbar schlimmer werde: Seit der jüngsten Sitzung habe sich das Verkehrsaufkommen dramatisch erhöht, meinte Wessels. Er berichtete von einem Kind, das angefahren worden sei. Wie Witte feststellte, halten sich viele nicht an die Verkehrsschilder. Anlieger frei″, heißt es dort. Tatsächlich liegt das Anliegen mancher Autofahrer wohl darin, sich die Ampelkreuzung an der Hermann-Ehlers-Straße zu ersparen. Ein Anwohner meinte, dieses Problem könne behoben werden, indem eine zusätzliche Ampel den Verkehr in die Wulftener Straße hinein regele. Dann würden eilige Fahrer nicht mehr mit einem Zeitvorteil auf dem Schleichweg rechnen können. Doch da zeigte sich Stadtkämmerer Thomas Fillep skeptisch, denn: Ampeln dürfen wir nicht überall aufstellen und sie sind teuer.″

Was tun? Vor einem Jahr hatte der Osnabrücker Stadtbaurat Frank Otte im Bürgerforum erläutert, dass bisherige Vorschläge allesamt Auswirkungen auf den Verkehr auf den benachbarten Straßen Adolf-Damaschke-Weg und Zum Eichenkamp hätten. Sie sind ebenfalls über die Forststraße mit der Malberger Straße verbunden und über die Straße An der Rennbahn mit der Hermann-Ehlers-Straße. Daher sei eine Lösung erforderlich, die auch die anderen Straßen berücksichtige. Bisher hat die Osnabrücker Verwaltung noch keine gefunden aber das soll sich auch mithilfe der Anwohner ändern.

Der Fachbereich Städtebau will die Bürger einbeziehen. Jannik Littek kündigte an, dass im Frühjahr 2018 ein Arbeitskreis eingerichtet werden soll mit Betroffenen aus der Wohnsiedlung und Experten von der Verwaltung. Auch für Verkehrsprobleme auf der benachbarten Straße An der Rennbahn″ könnten dort Lösungen gefunden werden. Bürgermeister Uwe Görtemöller sieht darin auch diesen Vorteil: Die Anwohner können ihre Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte einbringen.″ Bis dahin will die Verwaltung Kameras aufstellen, um die Situation zu dokumentieren. Auf den Bildern sollen keine Gesichter und keine Nummernschilder zu erkennen sei. Dies gebiete der Datenschutz, berichtete Littek.

Die Sutthauser SPD interessierte sich für Krippen, Kindergärten, Hort und Grundschule. Thomas Fillep teilte mit, dass teilweise Kinder auf Wartelisten stünden im Fall des Hortes an der Grundschule sogar 21. Dem Stadtkämmerer liegt eine wachsende Stadt″ am Herzen: Es sei wichtig, mehr Plätze für die Betreuung von Kindern einzurichten. Die Frage der SPD, wie sich die Geburtenzahlen weiter entwickeln würden, hatte die Verwaltung schriftlich so beantwortet: Zu den zukünftigen Geburtenzahlen kann keine Aussage gemacht werden.″ Fillep musste lachen, als er die doch recht trockene Antwort vortrug. Gleichwohl will der Fachdienst für strategische Stadtentwicklung kleinräumige Bevölkerungsprognosen erstellen, die zunächst bis 2030 reichen.

Bildtext:
Anlieger frei″: An der Wulftener Straße ärgern sich Anwohner über Autofahrer, deren Anliegen es offenbar ist, die Ampelkreuzung vor der Malberger Straße zu umfahren. 2018 soll sich ein Arbeitskreis dem Thema widmen.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


Anfang der Liste Ende der Liste