User Online: 1 | Timeout: 23:53Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Planungsstart für das Justizzentrum
Zwischenüberschrift:
Finanzminister kündigt 30-Millionen-Euro-Investition an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein Gefängnis in den obersten Etagen eines Hochhauses, das gibt es in Deutschland noch nicht. Osnabrück soll die Premiere werden für den Knast in luftiger Höhe. Der niedersächsische Justizminister Peter-Jürgen Schneider kündigte jetzt den Planungsstart für den zweiten Bauabschnitt des Justizzentrums am Neumarkt an. 30 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.

Das Geld wird gut angelegt sein″, meinte der Finanzminister, nachdem ihm Landgerichtspräsident Thomas Veen die Raumnot der Osnabrücker Justiz am Neumarkt demonstriert hatte. Nach den Plänen des Staatlichen Baumanagements soll das Untersuchungsgefängnis aus preußischer Zeit einem achtstöckigen Hochhaus weichen, das genug Raum für verschiedene Gerichtsabteilungen einschließlich der Justizvollzugsanstalt bieten soll.

Bei Bedarf 36 Millionen

Mit der Neugestaltung wird es nur noch einen zentralen Eingangsbereich für die Gerichte geben, um die Sicherheitskontrollen zu vereinfachen und zugleich Personal zu sparen. Außerdem soll die Staatsanwaltschaft neue Räume am Kollegienwall bekommen.

20 Tage vor der Landtagswahl hatte der Landtagsabgeordnete Frank Henning (SPD) seinen Parteifreund Peter-Jürgen Schneider nach Osnabrück eingeladen, um gemeinsam mit ihm die Investitionsentscheidung vor den Medien zu verkünden. Der Rundgang durch die Räume habe ihm gezeigt, dass es dringenden Handlungsbedarf″ gebe, erklärte der Finanzminister. Und wenn die 30 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt des Justizzentrums nicht reichten, lasse sich auch über einen Nachschlag von fünf oder sechs Millionen verhandeln, ließ Schneider durchblicken.

Bis zur Fertigstellung der neuen Gebäude werden allerdings noch ein paar Jahre vergehen. Das Staatliche Baumanagement werde jetzt einen Architektenwettbewerb vorbereiten, kündigte dessen Leiterin Cristina v. Pozniak-Bierschenk an. Ihr Zeitplan sieht vor, dass in etwa einem Jahr das Ergebnis präsentiert wird. Anschließend soll die Genehmigungsplanung aufgenommen werden. Und wenn der nächste Landtag die Mittel bereitstellt, könne 2021 mit dem Bau begonnen werden.

Breiter Konsens

Kein Thema war am Montag die Frage, wie die Realisierungschancen für das Justizzentrum stehen, falls die Mehrheiten in Niedersachsen wechseln sollten.

Weil es im Landtag bislang immer einen breiten Konsens für das Bauvorhaben gegeben hat, wird in Osnabrück mit weiterer Unterstützung gerechnet.

Bildtext:
Der alte Knast muss für das Justizzentrum weichen. An Ort und Stelle trafen sich am Montag Cristina v. Pozniak-Bierschenk vom Staatlichen Baumanagement, MdL Frank Henning, Finanzminister Peter-Jürgen Schneider und Landgerichtspräsident Thomas Veen.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
rll


Anfang der Liste Ende der Liste