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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Studenten forschen zur Osnabrücker Geldgeschichte
Zwischenüberschrift:
Ausstellung im Berliner Carré der Sparkasse eröffnet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit 1000 Jahren Osnabrücker Geldgeschichte( n) beschäftigt sich eine Ausstellung im Berliner Carré der Sparkasse Osnabrück, die nun eröffnet wurde.

13 Studentinnen und Studenten der Uni Osnabrück haben sich in einem Seminar der Wirtschafts- und Sozialgeschichte unter der Leitung von Privatdozent Dr. Sebastian Steinbach in das Thema eingearbeitet und 15 Schautafeln zusammengestellt. Interessierte können die Plakate und Stellwände in den Fenstern des Präsentationsraumes am Berliner Platz bis 13. Oktober ansehen.

Quasi im Vorbeigehen″ werde über ein ganz besonderes Themenfeld aus der Stadtgeschichte informiert, sagt die Studentin Julia Fesca. In Osnabrück sind über Jahrhunderte einzigartige Geldstücke aus Gold, Silber und Kupfer geprägt worden″, erklärt Steinbach, der nicht nur Wirtschafts- und Sozialhistoriker, sondern auch Spezialist in der Münzkunde ist, der Numismatik.

Schon im 11. Jahrhundert hätten die Bischöfe der Stadt eigene Münzen geprägt. Damals imitierte man noch die Pfennige aus Köln, die ein wichtiges Zahlungsmittel in der Region darstellten″, erzählt Steinbach. In den darauf folgenden Jahrhunderten entwickelten sich aber ganz eigene Osnabrücker Kreationen.″ Die Geschichte des Osnabrücker Geldes beginnt, wie man auf den Schautafeln lernt, im Jahre 1002. Bischof Othiluf erhielt damals vom ottonischen Kaiser Heinrich neben dem Markt- und Zollrecht auch das Recht zur Münzprägung. Mehr als 800 Jahre wurden an der Hase Münzen geprägt, die letzte Münze ist ein Pfennig aus dem Jahr 1805.

Dazwischen werden Schlaglichter gesetzt, so etwa auf eine Geschichte aus dem Siebenjährigen Krieg. Damals nämlich, 1758, wurde in der städtischen Münze sogar Falschgeld geprägt: Preußische Dritteltaler im Wert von acht Groschen.

Das letzte Osnabrücker Geld stammt aus einem späteren Krieg: Ab 1917 wurde Notgeld hergestellt, nun in Form von Scheinen und mit Motiven aus der Stadt wie Dom, Marienkirche oder Rathaus. Kurios: Die Scheine″ konnten damals auch aus Leder oder Porzellan bestehen, andere waren gehäkelt.

Kaum vorstellbar, dass solches Geld heute als Zahlungsmittel akzeptiert würde. Passend zu genau diesem Thema bietet die Uni Osnabrück einen Workshop an: INschrift ABschrift TRUGschrift. Bild- und Schriftinformationen als Mittel der Legitimation und Akzeptanz von Zahlungsmitteln in vormodernen Gesellschaften″.

Bildtext:
Ums liebe Geld dreht sich vieles das war schon vor Jahrhunderten so.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
jaka


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