User Online: 1 | Timeout: 02:56Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kinder übernehmen Verantwortung für Vierbeiner
Zwischenüberschrift:
Tiergestützte Pädagogik in der Thomas-Kita am Limberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Aufgrund der fachlichen Schwerpunktsetzung in der Tierischen Pädagogik erleben die Kinder der evangelischen Thomaskindertagesstätte am Limberg jeden Tag Hunde, Ponys und andere Vierbeiner hautnah.

Der Kontakt zu den Tieren wirke sich auf vielerlei Arten positiv auf die Kinder aus, ist das Team der Thomas-Kita überzeugt: Er steigere das Selbstbewusstsein, man stelle sich einfach nur den zweijährigen Knirps vor, der stolz das Pony herumführt″, meint Erzieherin und Reittherapeutin Doris Schulz. Weiterhin lernen die Kinder durch das Pflegen der Tiere Verantwortung zu übernehmen. Unter Anleitung und Aufsicht füttern die Kita-Kinder regelmäßig alle Fell- und Panzerträger. Das Striegeln der Ponys hat auch einen gewissen Entspannungsfaktor. Manche Kinder ziehen das sogar eine halbe Stunde am Stück durch″, weiß Doris Schulz aus Erfahrung.

In der Thomas-Kita bekommt jedes Kind seinen individuellen Zeitraum, um sich einem Tier anzunähern. Es kann selbst entscheiden, ob es das Pony nur beobachten, streicheln oder vielleicht sogar auf ihm reiten möchte. Weiches Kaninchenfell, harter Schildkrötenpanzer, die Kinder sollen Natur mit allen Sinnen erleben.

Tiere sprechen den Menschen immer auf der Gefühlsebene an, von daher werden sowohl Kinder als auch Erwachsene in jeder Begegnung mit Tieren mit sich selber konfrontiert″, meint Doris Schulz. Der Kontakt mit Tieren biete ein alternatives Beziehungsangebot, nämlich das Gegenüber so anzunehmen, wie es ist.

Auch die Eltern empfinden die Anwesenheit der Tiere in der Kita als positiv und bereichernd, zeigte eine Befragung. Kinder brauchen Tiere. Die Familie allein, gerade im städtischen Bereich, ist mit dieser Aufgabe überfordert″, sagt Anne Leopold, deren Sohn Henning (6) drei Jahre die Tiergestützte Pädagogik in der Thomas-Kita mit Begeisterung erlebte.

Immer mehr Tiere wurden im Laufe der vergangenen drei Jahre in das Leitbild Natürlich Leben lernen″ der Thomas-Kita einbezogen. Inzwischen haben die Schildkröten Urmel und Klara, die Kaninchen Frieder und Freddy und die Shetlandponys Dana und Mogli in der Kita am Limberg ihr Zuhause gefunden. An Wochenenden und in Ferienzeiten werden sie durch eine 450-Euro-Kraft, Ehrenamtliche und Mitarbeiter betreut.

Keine ständigen Bewohner aber als Besucher und tierische Co-Pädagogen mit von der Partie sind die Therapiehunde Dreamy, ein Mini-Australian-Shepherd, und Henry, ein Labrador. Ich habe Dreamy bewusst für die tiergestützte Pädagogik ausgesucht″, berichtet ihre Halterin und Kita-Leiterin Anke Müller. Ein Jahr absolvierte sie mit ihrem Hund eine Therapiehund-Teamausbildung in Nottuln.

Einen Einblick in Dreamys Arbeit mit den Kindern erhielten vor Kurzem Gäste in der Kita. Die Einrichtung wurde zur Konsultationskindertagesstätte ernannt, da ihr tierbezogener Schwerpunkt seit 2015 weiter ausgebaut und durch Weiterbildungen des Kultusministeriums professionalisiert wurde. Nun kann die Thomas-Kita Hospitationen und Beratungen im Bereich Tiergestützte Pädagogik anbieten. Sie ist laut Leitung die einzige Kita Osnabrücks mit diesem Schwerpunkt.

Bildtext:
Wie man sich am besten einem Pferd nähert, es füttert, striegelt und führt, erklärt Erzieherin und Reittherapeutin Doris Schulz den Kindern in der Thomas-Kita. Nico (3) traut sich schon nah an Shetlandpony Mogli heran (links). George (5) streichelt das ruhigere Pony Dana.

Foto:
Carolin Hlawatsch
Autor:
hla


Anfang der Liste Ende der Liste