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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gotteshaus mit neuer Sachlichkeit
Zwischenüberschrift:
Christus-König-Kirche nach sechsmonatiger Renovierung wiedereröffnet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nach sechsmonatigen Renovierungsarbeiten ist die Christus-König-Kirche in Haste mit einem von Bischof Franz-Josef Bode geleiteten Dankgottesdienst wieder eröffnet worden. Gleichzeitig wurde die neu gestaltete Gedenkstätte für die Lübecker Märtyrer eingeweiht.

Ein halbes Jahr hatten in der Kirche die Bauarbeiter das Sagen, die nach Plänen der Architekten Tobias Klodwig und Anne Elshof umfangreiche Änderungsarbeiten vorgenommen haben. Unter anderem sind die Sitzreihen zu einem angedeuteten Halbkreis in Richtung Altar ausgerichtet worden, der ebenfalls versetzt wurde. Liturgische Einrichtungen wie Tabernakel und Ambo haben neue Plätze erhalten und die Decke eine ultramarinblaue Farbe. Das gesamte Kirchenschiff wirkt heller, da anstelle der bisherigen farblichen Akzente jetzt alle Wände in Weiß erstrahlen.

Die Umbauarbeiten haben der Kirche insgesamt eine neue Sachlichkeit gegeben. Mehr als 500 Gläubige konnten sich während des Dankgottesdienstes von dieser Wirkung überzeugen. Bischof Bode sprach in seiner Predigt von einer neuen Zeit, die eine lebendige Bewegung nach vorn″ darstelle. Gott braucht diese Orte, deren äußere und innere Erneuerung″.

Eingeweiht wurde auch die neue Gedenkstätte für die Lübecker Märtyrer. Die vier Geistlichen, drei davon katholische Kapläne und ein evangelischer Pastor, wurden 1943 in Lübeck hingerichtet, nachdem sie sich gegen das nationalsozialistische Regime gestellt hatten. Johannes Prassek war einer dieser Geistlichen und besitzt in der Kirchengemeinde eine besondere Stellung, da er in Christus König seine erste Messe als Priester zelebriert hatte (die sogenannte Primiz). Das Gemeindehaus trägt seit 2005 seinen Namen.

Das Denkmal für die Märtyrer wurde von der Künstlerin Madeleine Dietz entworfen, die auch im Altarraum eine kunstvolle Bodenarbeit als Erinnerungsort installierte. Eine zusätzlich an die Chorwand gelehnte Stahlplatte trägt als Inschrift ein Zitat, das Prassek im Gefängnis auf die erste Seite seines Neuen Testaments geschrieben hatte: Wer sterben kann, wer will den zwingen?

Bildtext:
Bischof Franz-Josef Bode hat die Christus-König-Kirche mit einem Dankgottesdienst eröffnet. Im Hintergrund der von der Künstlerin Madeleine Dietz geschaffene Erinnerungsort für den Lübecker Märtyrer″ Johannes Prassek.

Foto: Horst Troiza
Autor:
iza


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