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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Westerberg ist das teuerste Pflaster
 
Westerberg dominiert den Immobilienmarkt
Zwischenüberschrift:
Immobilienatlas: Wohnungen im Westen der Stadt doppelt so teuer wie im Schinkel und in Haste
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Der Immobilienatlas unserer Zeitung zeigt, wie der Westerberg den Immobilienmarkt vor Stadtteilen wie der Weststadt dominiert. Wohnungen am Westerberg waren im vergangenen Jahr im Schnitt mehr als doppelt so teuer wie im Schinkel und in Haste.

Der Immobilienatlas unserer Zeitung zeigt, wie die Lage den Preis von Eigentumswohnungen in Osnabrück beeinflusst. Während am Westerberg im Schnitt 2273 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden, sind Wohnungen im Schinkel mit 902 Euro pro Quadratmeter weniger als halb so teuer.

Osnabrück. Damit wird deutlich, dass der Westerberg nach wie vor beliebtester Stadtteil Osnabrücks ist. Im Immobilienatlas 2016 waren die Wohnungen in der Weststadt erstmals durchschnittlich teurer als am Westerberg, was offenbar nur eine Ausnahme war. In diesem Jahr lag die Weststadt mit einem durchschnittlichen Wohnflächenpreis von 1750 Euro pro Quadratmeter deutlich hinter den am Westerberg aufgerufenen Preisen zurück. Hellern lag mit 1673 Euro pro Quadratmeter auf Rang drei. Über 1500 Euro pro Quadratmeter liegen zudem Eversburg (1554 Euro) und die Wüste (1522 Euro). Unter 1000 Euro lagen die Wohnflächenpreise pro Quadratmeter für gebrauchte Wohnungen im vergangenen Jahr nur in den Stadtteilen Schinkel (902 Euro) und Haste (905 Euro).

Das geht aus der Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte (GAG) hervor, die unsere Redaktion für den Immobilienatlas aufbereitet hat. Der GAG erfasst jeden Kaufvertrag, weil Notare gesetzlich dazu verpflichtet sind, alle Kaufverträge an den GAG zu übersenden.

Den auf hochwertige Immobilien im Westen der Stadt spezialisierten Makler Michael Klein wundert es nicht, dass der Westerberg wieder an Position 1 steht und die Weststadt abgelöst hat″. Die Weststadt sei im Immobilienatlas 2016 nur durch die rund um das Edelwohnquartier Mitte West″ verkauften Wohnungen nach vorne gerückt. Der Westerberg ist aber nach wie vor der teuerste und beliebteste Wohnteil von Osnabrück″, betont Klein.

Die generellen Preissteigerungen seien durch die erhöhte Nachfrage entstanden, da endlich erkannt worden sei, dass Immobilien nach wie vor die beste Altersvorsorge sind″. Den Quadratmeterpreis von durchschnittlich 2273 Euro pro Quadratmeter für den Bereich Westerberg hält er sogar noch eher für niedrig.

Wenn nicht nur die Statistik der gebraucht verkauften Wohnungen, sondern auch die Statistik für gebraucht und neu verkaufte Wohnungen betrachtet wird, dann liegt der Westerberg sogar bei 3000 Euro pro Quadratmeter. Die Weststadt liegt in dieser Statistik mit 2400 Euro pro Quadratmeter ebenfalls auf Rang zwei.

Der Leiter des Osnabrücker Maklerbüros von Dahler und Company, Sören Röttger, sieht eine weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnraum in besten Lagen des Stadtgebiets″. Ein Rückgang der Nachfrage sei nicht zu erwarten. Rückläufige Kauffälle oder Umsatzzahlen würden allenfalls mit einer Verknappung der Flächenverfügbarkeit einhergehen. Die hohe Nachfrage bei einem im Bereich von gebrauchten Wohnungen gleichzeitig knappen Angebot führe demzufolge zu den am Westerberg und in den westlichen Stadtteilen deutlich höheren Preisen als in den östlichen Stadtteilen Osnabrücks.

Marie-Luise Janning von Datos Immobilien rechnet ebenfalls mit weiteren Preissteigerungen. Sie betont, dass jede Immobilie individuell zu bewerten sei und die GAG-Zahlen nur statistische Durchschnittspreise seien. Sie erklärt: Die Eigentümer in Haste müssen unseres Erachtens keine Sorge haben, dass der Stadtteil auf dem absteigenden Ast steht.″ Die Nachfrage ist auch dort ihrer Wahrnehmung nach groß.

Der Inhaber des Osnabrücker Maklerbüros von Engel und Völkers, Marc-André Lasarz, bemerkt keine nennenswerten Veränderungen: Westerberg und Weststadt liegen seit Jahren vorne.″ Daran werde sich auch mittelfristig nichts ändern.

Prozentual stiegen die Kaufpreise am stärksten in Eversburg. Dort waren 2016 verkaufte Wohnungen im Schnitt um 39 Prozent teurer als im Vorjahr. Der Leiter der Sparkassen-Immobilienabteilung, Markus Pörtner, kommentiert diese Entwicklung: Die prozentualen Veränderungen sind hochvolatile und in meinen Augen mit ausreichender Vorsicht zu betrachten.″ Die Preisbasis des Vorjahres und die Anzahl der Verkaufsfälle seien hier entscheidende Einflussfaktoren. Nur in der Darstellung und Auswertung mehrerer aufeinander folgender Zeiträume lasse sich ein genereller Trend abbilden.

Verkaufspreise unter 1000 Euro pro Quadratmeter weisen laut Pörtner auf einen sehr schlechten Zustand oder eine schlechte Lage hin″. Er prognostiziert, dass es künftig keine marktbeeinflussende Anzahl″ von verkauften gebrauchten Wohnungen unter 1000 Euro pro Quadratmeter geben werde. Für neue Wohnungen in 1-a-Lagen am Westerberg und in der immer beliebteren Weststadt müsse man in Zukunft deutlich mehr als 3000 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Für Penthouse-Wohnungen würden heute schon deutlich höhere Preise bezahlt.
Autor:
jcf


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