User Online: 1 | Timeout: 18:37Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schätze erhalten, nicht abreißen
Zwischenüberschrift:
Monumentendienst berät Hauseigentümer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Durch Beratung und Überprüfung will der Monumentendienst zur Erhaltung alter Bauwerke beitragen. Nicht nur denkmalgeschützte Villen, sondern jedes Gebäude, das vor 1945 erbaut wurde, kann vom Dienst inspiziert werden.

Martin Schiebe vom Monumentendienst prüft die Fassade an Ansgar Kreienbrinks Haus in Hellern. Der staatlich geprüfte Bautechniker mit Schwerpunkt auf Denkmalpflege und Altbauerhaltung begutachtet die kleinen Risse, die sich an den Wänden entlang am Haus befinden. Die Risse sind nicht im Mauerwerk″, stellt er fest. Die elastische Farbe, die nun Risse bekommen hat, sollte den Regen von dem Mauerwerk abhalten, aber das war nicht die beste Lösung″, erklärt er. Nun sei in die kleinen Risse Feuchtigkeit eingedrungen. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, so Schiebe. Ein neues Anstrichsystem mit einer anderen Farbe würde sich hier anbieten. Auch könne man die Risse schließen. Da ist genaue Arbeit gefragt, jedoch müsse man beobachten, ob sich dann im nächsten Jahr neue Risse gebildet hätten. Auch die Haustür hat einige kleine Schäden. Dies sei jedoch kein Grund, sie auszutauschen.

Alle Bauwerke, die bis 1945 erbaut wurden, können vom Monumentendienst überprüft werden. Die Fachleute vom Projekt der Stiftung Kulturschatz Bauernhof″ überprüfen auf Wunsch des Eigentümers das alte Bauwerk gewerbeübergreifend auf Mängel und Schäden. Nach Bestandsaufnahme können sich die Eigentümer dann an das entsprechende Handwerk wenden und Verbesserungen fachbezogen vornehmen lassen. Der Monumentendienst überprüft und spricht Empfehlungen aus, jedoch dürfen sie keine Planungen oder Ausführungen machen.

Der Restaurationstischlermeister Ansgar Kreienbrink hat den Monumentendienst beauftragt. Sie sollen sich von seinem Haus, das zwischen 1938 und 1940 in Hellern erbaut wurde, ein Bild machen. Dass das Haus in die Jahre gekommen ist, erkennt sogar ein Laie. Doch auch wenn sich der Handwerker mit Holz auskennt: Beim Thema Fassade und Stein höre sein Fachwissen auf. Daher hat er sich an den Dienst gewendet.

Nicht nur große Villen

Zwar berät der Monumentendienst auch Besitzer denkmalgeschützter Burgen und Schlösser oder auch Schafställe und Leuchttürme, doch die normalen alten Gebäude sind ebenfalls Bestandteil ihrer Arbeit. Es gibt Förderungen vom Land Niedersachsen und von den Kommunen, so wird ein Großteil der Kosten für die Inspektion übernommen. Und in manchen Fällen schütze die Beratung dann auch davor, dass man falsche oder unnötig große Baumaßnahmen treffe. Oft würden Handwerker gerufen, die gerade auch bei alten Gebäuden überfragt seien. Dann schräken diese auch mal zurück oder könnten einen viel höheren Aufwand betreiben, als nötig wäre, erklärt Schiebe. Kleine Makel wie zum Beispiel der Bewuchs am Gebäude, der eine Regenrinne verstopft, oder ein kleiner Riss in einem Dachziegel können große Schäden verursachen. Schiebe ist wichtig, dass die Eigentümer dafür sensibilisiert werden, was sie für Schätze haben, und kennenlernen, was man mit dem Haus machen kann und was sinnvoll ist. Mit der nötigen Power kann man jeden Bestand noch retten und muss die alten Gebäude nicht abreißen.″ Auch eine energetische Sanierung ist möglich. Dafür müsse das Bauwerk genau untersucht werden, weil die damaligen Materialien und Konstruktionen sich von den heutigen stark unterscheiden.

Um eine Inspektion vom Monumentendienst in Anspruch nehmen zu können, ist eine Mitgliedschaft notwendig. Informationen gibt es auf monumentendienst.de.

Bildtext:
Martin Schiebe und Horst Ubben vom Monumentendienst prüfen das alte Haus von Ansgar Kreienbrink (von links).

Foto:
Katja Steinkamp
Autor:
ansk


Anfang der Liste Ende der Liste