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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Von einer Baustelle in die nächste
Zwischenüberschrift:
BOB: Arbeiten besser koordinieren
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Baustellen überall: Als vor einigen Wochen gleichzeitig auf der Autobahn 30 und wichtigen innerstädtischen Straßen gebuddelt wurde, gerieten viele Autofahrer in einen Baustellen-Teufelskreis. Die Folge: lange Staus auf Ausfallstraßen in Richtung Südkreis. Der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) fordert, die Bauarbeiten besser zu koordinieren. Einen entsprechenden Antrag hat der Rat an den Stadtentwicklungsausschuss zur weiteren Bearbeitung verwiesen.

Anlass des BOB-Antrages sind die Bauarbeiten an der Autobahnauffahrt Hellern, wo wegen des Umbaus des ehemaligen Baumarktes Max Bahr eine Fahrspur weniger zur Verfügung steht. Weil zeitgleich auf der Sutthauser Straße gebaut wurde, mussten Pendler aus dem Südkreis größere Umwege in Kauf nehmen. Darunter habe auch der Busverkehr gelitten, sagt Ralph Lübbe, Vorsitzender der BOB-Fraktion.

Lübbe fordert, dass Bauarbeiten an zwei nebeneinanderliegenden Haupteinfallstraßen, bei denen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen sei oder die eine Vollsperrung erforderten, nicht zeitgleich, sondern zeitversetzt durchgeführt″ werden. Zugleich drängt der Bürgerbund auf eine bessere Koordination zwischen den städtischen Behörden und den Landesämtern in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die für die Autobahnen zuständig sind.

Der BOB appelliert in seinem Antrag an die Landesbehörden, ihre Planungen zukünftig frühzeitig der Verwaltung vorzulegen″. Die Verwaltung müsse dann die Baumaßnahmen auf Autobahnen bei eigenen Straßenbaumaßnahmen berücksichtigen und diese so koordinieren, dass der Verkehrsfluss insbesondere auf den Haupteinfallstraßen in Autobahnnähe gewährleistet ist″.

Das geschieht schon, und zwar seit vielen Jahren, sagt der Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau, Cord Lüesse. Er hält die bisherigen Absprachen für völlig ausreichend. Einmal im Jahr, meistens im Herbst, setzen sich nach seinen Angaben die Fachleute seiner Landesbehörde, der Stadt und der Landkreise Osnabrück und Vechta zusammen, um sich über die geplanten Autobahnbaustellen auszutauschen. Und wenn kurzfristig eine Baumaßnahme nötig ist, informieren wir natürlich auch alle Stellen″, sagte Lüsse.

Eine reine Information das ist der Punkt: Eine Koordination findet nicht statt″, sagte Stadtbaurat Frank Otte am Freitag unserer Redaktion. Die Landesbehörde plant, und wir können nur darauf reagieren. Wir sind der kleinere Partner″, so Otte. Anregungen und Absprachewünsche der Stadt würden regelmäßig nicht berücksichtigt″, so hatte sich der Stadtbaurat im Mai im Stadtentwicklungsausschuss geäußert. Die Stadt werde nicht beteiligt, sondern nur in Kenntnis gesetzt. Frank Otte: Wir können dann entscheiden, welche Baumaßnahmen wir machen und welche nicht.″

Bildtext:
Nadelöhr Lengericher Landstraße in Hellern. Die zeitgleichen Baustellen an den Anschlussstellen Hellern und Sutthausen sowie auf der A 30 sorgten für Verkehrsbehinderungen, die jetzt Thema im Rat waren.

Foto:
Gert Westdörp

Kommentar:

Der längere Hebel

Baustellen-Koordination das ist in Osnabrück traditionell ein Aufregerthema, seit die Stadtwerke für alles zuständig sind, was sich unter der Straße verbirgt, und sich die Stadtverwaltung um alles Darüberliegende kümmert. Eine Absprache auf Augenhöhe, die nach jahrelangen Anlaufschwierigkeiten jetzt leidlich funktioniert.

Von Augenhöhe kann beim Thema Autobahnbaustellen keine Rede sein. Es gibt eine klare Planungshierarchie: Landesbehörde vor kommunaler Körperschaft. Das muss auch so sein, hat doch ein Eingriff in den Autobahnverkehr erheblich mehr Auswirkungen als eine innerstädtische Baustelle. Das heißt aber nicht, dass die Behörde, die am längeren Hebel sitzt, sich um die Belange der betroffenen Kommunen nicht scheren muss. Wenn Anregungen regelmäßig nicht berücksichtigt werden, wie der Stadtbaurat feststellt, ist es an der Zeit, über die Zusammenarbeit einmal grundsätzlich zu reden.
Autor:
hin


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