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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Migranten die Scheu vorm Wählen nehmen
Zwischenüberschrift:
Infoabend für Jugendliche und Neueingebürgerte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Damit auch Jugendliche und Neueingebürgerte das komplizierte deutsche Wahlsystem verstehen und ihre Stimme abgeben können, veranstaltete der Migrationsbeirat der Stadt Osnabrück einen Informationsabend.

Der Vorsitzende des Migrationsbeirats, Vëllaznim Haziri, sagte: Ich habe Rückmeldung bekommen, dass viele Scheu haben bezüglich der Wahlen.″ Um diese Angst zu nehmen, erläuterte Eckart Voß, emeritierter Professor der Universität Osnabrück, den rund 30 Teilnehmern im Stadthaus 1 das deutsche Wahlsystem. Für Verwirrung sorgte der Stimmzettel.

Wie darf ich die Kreuze setzen?″, fragte etwa eine Teilnehmerin. Jeweils höchstens eins für die Erst- und Zweitstimme, kein Kreuz bedeute eine Enthaltung, erklärte Voß. Wenn ein Kreuz falsch gesetzt werde, könne nach einem neuen Zettel gefragt werden, versicherte die Integrationsbeauftragte der Stadt, Seda Rass-Turgut.

Das Thema Nichtwählen nahm genauso viel Gesprächszeit in Anspruch. Die Bereitschaft, sich zu beteiligen, nimmt immer weiter ab″, beklagte Voß. Innerhalb von Parteien könne man sich am besten beteiligen, doch auch hier sänken die Mitgliederzahlen. Der ehemalige Professor fragte die Jugendlichen daraufhin, ob sie wählen gingen.

Ich gehe auf jeden Fall zur Wahl″, versicherte Leutrim Haziri. Der 20-Jährige darf zum ersten Mal an Bundestagswahlen teilnehmen. Er fand, dass jeder seine Stimme abgeben sollte. Politik ist aber nur selten ein Gesprächsthema unter Jugendlichen″, befand der Osnabrücker. Viele hätten wenig Ahnung. Zumal es oft als uncool″ gelte, sich an den Wahlständen der Parteien zu informieren. Haziris Einschätzung zufolge gibt es unter Migranten noch ein weiteres Problem: Wenn die Eltern noch nicht gut Deutsch sprächen, gingen sie oft nicht zur Wahl und die Kinder später auch nicht.

Dazu kam die Nachfrage nach Wahlprogrammen in einfacher Sprache. Unabhängig davon riet Voß, gegebenenfalls nach Hilfe zu fragen und sich nicht dafür zu schämen, etwas nicht zu verstehen. Eine Anlaufstelle sei beispielsweise das Café Mandela in Osnabrück. Rass-Turgut verwies außerdem auf die Fraktionsbüros im Rathaus: Dort könne jeder vorbeikommen.

Bildtext:
Aufmerksam zugehört haben die Teilnehmer des Informationsabends dem Vortrag über die Wahlen.

Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
vbu


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