User Online: 1 | Timeout: 18:46Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neue Stadtbibliothek am Neumarkt?
Zwischenüberschrift:
Einkaufen, wohnen, kreativ sein: Private Initiative stellt erste Gedanken für Plan B vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Kein Einkaufszentrum, sondern ein quicklebendiges Viertel zum Wohnen, Arbeiten, Einkaufen. So stellt sich der private Denkerkreis den neuen Neumarkt vor. Prägendes Element soll der Neubau einer Bibliothek sein.

Osnabrück. Der Kommunalberater Reinhart Richter hat diese private Planungsrunde ins Leben gerufen, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, eine Alternative für das Einkaufszentrum am Neumarkt zu entwickeln, sollte Investor Unibail Rodamco einen Rückzieher machen. Etwa 40 Fachleute und interessierte Bürger sind seinem Aufruf gefolgt. Am Freitagabend stellten Richter und sein Team die ersten Gedanken den Anliegern des Neumarktes und der Johannisstraße vor.

Wir werden keine Luftschlösser bauen″, versicherte Richter. Alle Ideen würden auch auf Rentierlichkeit überprüft. Natürlich wissen wir, dass es sich für einen Investor lohnen muss.″ Und natürlich seien einige Nutzungskonzepte ohne finanzielle Hilfe der öffentlichen Hand nicht umsetzbar.

Das gilt vor allem für den prägenden, herausragenden Nutzungsschwerpunkt″, den sich die Gruppe für das neue Neumarkt-Quartier vorstellt: eine Bibliothek. Keine Aufbewahrungseinrichtung für Bücher, sondern ein moderner Neubau mit Räumen für die Volkshochschule, für kulturpädagogische Angebote und Künstlerateliers. Reinhart Richter nennt das Projekt Neue Bibliothek″. Hier sollen sich alle Generationen treffen. Hier soll laut Richter-Konzept ein Ort der demokratischen Stadtgesellschaft″ entstehen, ein Ort der Information, des gegenseitigen Zuhörens, des organisierten oder spontanen Treffens. Wichtig: Die Neue Bibliothek muss von morgens bis abends belebt sein, am besten sieben Tage die Woche.

Als besonderen Clou kann sich die Planungsgruppe ein Automuseum mit der Karmann-Sammlung vorstellen, die heute nicht öffentlich zugänglich ist. Die Ausstellung sollte verbunden sein mit einem Kranz automobilnaher Aktivitäten″.

Als gesetzt″ betrachtet es die Planungsgruppe nach den Worten Richters, dass in dem neuen Quartier Wohnungen entstehen. Vor dem Hintergrund, dass in der Stadt bis 2020 mindestens 3000 zusätzliche Wohnungen entstehen sollen, biete der Neumarkt beste Voraussetzungen, unterschiedliche Wohnformen unterschiedlicher Komfortstufen zu realisieren. Wohnungen für Studenten, für Senioren, für gemeinschaftliche Wohnprojekte, aber auch für Menschen mit gut gefülltem Portemonnaie, die schick und zentrumsnah wohnen wollen. Richter betonte, dass ein Teil für den sozialen Wohnungsbau reserviert werden sollte. Es stehe dabei außer Frage, dass solche Wohnformen öffentlicher Förderungen bedürften.

Außer Frage steht auch, dass an dieser zentralen Stelle Einzelhandel eine wichtige Rolle spielen wird. Ladenlokale soll es in den Erdgeschossen geben, aber auch ein Großmieter wie Sinn-Leffers, der einen Vertrag mit Centerinvestor Unibail-Rodamco abgeschlossen hat, soll in dem Quartier Platz finden können. Die Handelsflächen sollen flexibel nutzbar sein und innovativen Konzepten Raum geben. Wünschenswert wären auch neue, interessante, Neugier weckende Gastronomieangebote″. Darüber hinaus sieht die Ideensammlung der Planungsgruppe Flächen für Unternehmen, Dienstleister, Existenzgründer und Kreative, die eigene Räume mieten oder sich Flächen teilen. Konkret: Tonstudios, Galerien, Werbeagenturen, Architekturbüros oder Künstlerateliers. Im Innern soll das Quartier durch ein engmaschiges Wegenetz mit Plätzen und Räumen hoher Aufenthaltsqualität″ erschlossen werden.

Reinhart Richter fasste zusammen: Wenn der Investor das Einkaufszentrum nicht baut, kann unser Konzept eine Grundlage für eine veränderte, aber auch rentierliche Bebauung der Grundstücke werden. Wenn der Investor bereit ist, seine Grundstücke zu verkaufen, könnte ein zu gründender regionaler Investitionsfonds sie erwerben und ein neues Konzept umsetzen.″

Bildtext:
Reinhart Richter hat die Neumarkt-Initiative ins Leben gerufen, die am Freitag erste Ideen vorstellte.

Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
Wilfried Hinrichs


Anfang der Liste Ende der Liste