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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Austausch über Grenzen hinweg
Zwischenüberschrift:
Fest der Kulturen lockt viele Besucher vor das Rathaus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Beim Fest der Kulturen präsentierten sich am Sonntagnachmittag Vereine, Initiativen, Tänzer, Musiker weitere Künstler und Kulturschaffende auf dem Marktplatz und dem Platz des Westfälischen Friedens. Unter dem städtischen Jahresschwerpunkt Wir sind im Garten″ luden sie zum Austausch ein.

Osnabrück. Liebe geht durch den Magen so ist das offenbar auch bei der Liebe zum Garten. Denn Grün und Gartenwissen waren nicht zu finden bei dem Fest, das vom Büro für Friedenskultur und den beteiligten Initiativen organisiert wird. Wohl aber reichlich Gaumenschmaus aus vielen Regionen der Welt.

Das ist etwas, was man in Osnabrück nicht alle Tage bekommt″, sagte Jennifer Grenningloh. Gemeinsam mit ihrer Freundin Agnes Aßmuth und den vier Kindern der beiden hatte sie sich für den Stand des Marokkanischen Vereins Haus des Friedens″ entschieden. Erst Couscous-Salat und dann noch etwas Süßes hatten sich die sechs ausgesucht und ließen es sich von Abdelhalim Nadifi über den Tresen reichen. Aber nicht nur das leckere Essen führte sie zum Fest: Es gibt hier vieles, was man sonst nicht so sieht und in das man sich nicht so hineintraut″, sagte Grenningloh.

Wir sind eine kleine muslimische Gemeinde. Aber bei uns engagieren sich nicht nur Marokkaner, wir sind Multikulti″, sagt Birmou Hicham, der Vorsitzende des Marokkanischen Vereins. Türkische Muslima engagierten sich beispielsweise bei der Kinderarbeit im Verein, und auch deutsche Frauen seien dabei. Wir sind hier, weil wir unsere Kultur zeigen wollen″, sagte Hicham, der auch Tee aus marokkanischer Minze in ein Glas anbot. Ebenfalls aus Afrika stammen die Köstlichkeiten aus der mobilen Küche von Helen Wambui Nintemann mit ihren African Dishes″.

Auf dem Platz des Westfälischen Friedens hatte es sich Patricia Gnacinska bequem gemacht. Gemütlich auf ihren Armen abgestützt, ließ sich das kleine Mädchen mit buntem Kunsthaar Zöpfe in die Haare flechten. Wir sind aus Polen″, sagte ihre Mutter Ania und erzählte, dass sie sich sonst beim Verein Patria engagieren, der auch vertretn war und an einem Stand Reisetipps und Kulinarisches präsentierte. Bücher, Schmuck und Tücher bot der Afghanische Frauenverein an seinem Stand an. Der Gewinn daraus fließt jeweils in die Projekte, die der Verein in Afghanistan unterstützt.

Am Stand des Mütterzentrums saßen junge Mitglieder der Gruppe Nativos aus Brasilien. Die jungen Musiker und Tänzer sind gerade auf Deutschlandtour, erzählte ihr Tourmanager Luciano Sales. Malu Piepenbrink hat das gehört und uns gefragt, ob die Gruppe auch hier auftreten möchte″, erzählte er. Das Honorar der Gruppe fließt in das Bildungsprojekt, durch das auch die Tänzer und Musiker zusammengefunden haben: Die Tanzschule Saber Viver″ wurde 2009 in Brasilien gegründet, um Kindern und Jugendlichen die nationale Kultur näherzubringen.

Einblicke in die Kultur verschiedener Länder bot das Programm auf der Bühne neben dem Rathaus: Dort traten Folkloregruppen ebenso auf wie Samba- und Bauchtänzer.

Bildtexte:
Die Gruppe Nativos aus Brasilien musizierte und tanzte beim Fest der Kulturen auf dem Marktplatz.

Patricia Gnacinska ließ sich afrikanische Zöpfe flechten.

Der Marokkanische Verein servierte verschiedene Spezialitäten und Minztee.

Fotos:
David Ebener
Autor:
Marie-Luise Braun


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