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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Brückenbauten für den Haseuferweg
 
Haseuferweg: Letzter Abschnitt wird teuer
Zwischenüberschrift:
Zwei Brücken müssen noch gebaut werde
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. 433 000 Euro soll der Bau des letzten Abschnitts des Haseuferwegs zwischen Turnerstraße und Wachsbleiche kosten. Der Grund: Der Plan beinhaltet zwei Brückenneubauten.

Im Stadtentwicklungsausschuss haben die Kommunalpolitiker vergangene Woche noch mit sich gerungen: Der Bau des letzten Abschnitts des Haseuferwegs zwischen Turnerstraße und Wachsbleiche wird teuer: Die Verwaltung setzt die Gesamtkosten der Maßnahme mit 433 000 Euro an. Am Dienstag muss der Rat entscheiden.

Osnabrück. Die Zeit drängt, denn die Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von etwa 100 000 Euro hängt an einem Maßnahmebeginn noch vor Ende November. Ein Kernproblem hat die Verwaltung in den vergangenen Jahren nicht lösen können: Eine Fortführung des Weges von der Wachsbleiche bis zum Hasetorwall wird es nicht geben, da die dafür notwendigen Flächen von den Benediktinerinnen im Kloster zur Ewigen Anbetung nicht zu erwerben waren.

Die Alternative sieht nun eine Wegeführung über das Grundstück der Firma Itebo auf die Stüvestraße vor. Sowohl das Unternehmen als Erbpachtnehmer als auch die evangelische Kirche als Eigentümerin hätten ihre Bereitschaft erklärt, Flächen für den Haseuferweg zur Verfügung zu stellen, so Stadtbaurat Frank Otte im Ausschuss.

Verteuert wird der Weg durch den Umstand, dass er auf dem kurzen Stück zweimal die Hase queren muss. Die beiden dazu notwendigen, aber nicht förderfähigen Brückenbauwerke berechnet die Verwaltung mit 275 000 Euro. In der endgültigen Ausbaustufe führt der Radweg von der Wachsbleiche aus zunächst links der Bahnlinie, quert dann die Hase zum ersten Mal, um danach am Fluss entlang bis auf die Höhe des Itebo-Geländes zu laufen. Hier folgt die zweite Querung und das Reststück bis zur Stüvestraße. Ein Abstecher des Weges führt zum Kindergarten an der Turnerstraße.

Wir tun uns als CDU schwer mit dieser Vorlage″, so Katharina Pötter. Der Union liegen vor allem die 275 000 Euro im Magen, die auf jeden Fall an der Stadt hängen bleiben. Ihrer Fraktion stelle sich die Frage, ob die Kosten für dieses Teilstück des Haseuferwegs in Relation stünden zu den anderen Bedarfen, die es in der Stadt gebe.

Volker Bajus hingegen nannte das Projekt großartig″. Bei diesem Teilstück handele es sich um den letzten Abschnitt in der Stadt. Seine Fertigstellung bedeute einen erheblichen Zuwachs an Qualität. Da sollten wir jetzt auch rangehen. Und laut Wulf-Siegmar Mierke (UWG/ Piraten) ist der Bau des Teilstücks sein Geld wert″.

Für die SPD signalisierte Heiko Panzer Zustimmung zu der Vorlage der Verwaltung. Es sei richtig, den Weg jetzt zu Ende zu bauen. Gleichwohl folgten alle Fraktionen der Bitte Katharina Pötters, den Beschluss ohne Empfehlung in den Rat zu verweisen. Der wird nun in seiner Sitzung am Dienstag, 5. September, über den Bau zu entscheiden haben.

Bildtext:
Wenn der Haseuferweg den Fluss verlässt, soll er über das Gelände der Itebo auf die Stüvestraße führen.

Foto:
Gert Westdörp

Kommentar:

Einen Ruck

Dass sich die CDU mit dem Ausbau des letzten Teilstücks des Haseuferweges schwertut, ist nachvollziehbar. Gleichwohl sollte sie ihrem Herzen einen Ruck geben. Der Bau ist zwar teuer, aber konsequent und vor allem sinnvoll. Der Hase ist in ihrer Vergangenheit viel Unrecht angetan worden. Sie wurde begradigt, zubetoniert und aus dem öffentlichen Leben ausgesperrt. Erst in den letzten Jahren ist der Fluss wieder in das Interesse der Menschen gerückt.

Mit der Öffnung, vor allem aber auch mit dem Bau des Haseuferweges, haben Politik und Verwaltung ein Stück Lebensqualität in die Stadt zurückgebracht. Das war und ist kostspielig, aber die Frequenz von Radfahrern auf den fertiggestellten Stücken gibt den Ratsentscheidungen nachträglich recht.

Es wäre inkonsequent, jetzt beim letzten Teil zu kneifen. Zumal die Verwaltung in Fördertöpfe greifen kann, die die Kosten ein wenig erträglicher machen. Von Beginn an war klar, dass der Tag mit den wirklich teuren Baumaßnahmen kommen würde. Dieser Tag ist nun da.
Autor:
Dietmar Kröger


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