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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
6500 Bürger müssen Häuser verlassen
 
Bombenentschärfung am Dienstag
Zwischenüberschrift:
6500 Menschen in den Stadtteilen Hafen und Sonnenhügel betroffen
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. In der Stadt Osnabrück steht erneut eine große Bombenentschärfung bevor. Gestern wurde mitgeteilt, dass bereits am kommenden Dienstag, 22. August, zwei mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg beseitigt werden sollen. In den Stadtteilen Sonnenhügel und Hafen müssen in den Abendstunden rund 6500 Bürger ihre Wohnungen verlassen. Von der Evakuierung ist auch das Ameos-Klinikum betroffen.

Nach Ansicht der Stadt besteht an den Verdachtspunkten akuter Handlungsbedarf. Sobald das Grundwasser abgepumpt sei, müssten die Bomben entschärft und beseitigt werden. Ein Aufschub bis zum kommenden Sonntag ist den Angaben zufolge nicht möglich. Die letzte Bombenentschärfung während der Woche in Osnabrück liegt schon einige Jahre zurück.

Am kommenden Dienstagabend müssen rund 6500 Personen aus den Stadtteilen Hafen und Sonnenhügel aus ihren Häusern und Wohnungen an der Bramscher Straße werden Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet, die gegebenenfalls entschärft werden müssen.

Osnabrück. Konkret geht es um zwei Verdachtspunkte″, wie Jürgen Wiethäuper von der Stadt sie nennt. Denn ob sich an den beiden Punkten wirklich Bomben befinden, wird sich erst klären, wenn beide Objekte freigelegt sind. Die möglichen Blindgänger liegen innerhalb einer Baustelle im Umfeld der Bramscher Straße. Laut Wiethäuper erhärtete sich am Donnerstag der Verdacht, dass es sich bei den beiden etwa 20 Meter voneinander entfernt liegenden Objekten tatsächlich um Sprengkörper handelt.

Wiethäuper wäre es lieber gewesen, die Räumung bereits am morgigen Sonntag durchzuziehen. Doch eine der beiden möglichen Bomben liegt in fünf Meter Tiefe und damit unter dem Grundwasserspiegel. Bis Sonntag ist das Grundwasser nicht abgepumpt, und somit kann auch ein möglicher Blindgänger nicht freigelegt oder sogar entschärft werden″, sagt der zuständige Fachdienstleiter bei der Stadt Osnabrück.

Ein späterer Termin, zum Beispiel am Sonntag nächster Woche, komme ebenfalls nicht in Betracht. Schließlich müsse es auf der Baustelle weitergehen. Außerdem sei es momentan schwierig, an Wochenenden die benötigten Einsatzhundertschaften der Polizei vorzuhalten.

Wir sind uns bewusst, dass der Termin für alle nicht ideal ist, aber es geht nicht anders″, betont Wiethäuper. So werden kommenden Dienstag also 6500 Bewohner der Stadtteile Hafen und Sonnenhügel bis 17 Uhr das Evakuierungsgebiet verlassen müssen. Das gilt auch für das Ameos-Klinikum, das zumindest teilweise ebenfalls geräumt werden muss.

Die Straßen im Evakuierungsbereich sind nach Angaben der Stadtverwaltung ab 17 Uhr gesperrt. Der Busverkehr läuft bis zum Abschluss der Evakuierung weiter. Ein- und aussteigen ist in dem betroffenen Bereich aber nicht mehr möglich.

Bis circa 20 Uhr frei befahrbar bleibt darüber hinaus die Hansastraße. Dort darf nach 17 Uhr allerdings nicht mehr angehalten und ausgestiegen oder auf die Anliegergrundstücke gefahren werden. Auch ein Abbiegen in Seitenstraßen wird unterbunden.

Alle Gewerbebetriebe im Evakuierungsgebiet sind ab 17 Uhr geschlossen, der Bahnverkehr wird auf der Strecke Richtung Rheine beziehungsweise Oldenburg ab 20 Uhr für die Dauer der Entschärfung eingestellt.

Für bettlägerige oder kranke Personen bestehen Transportmöglichkeiten, die auch am Wochenende über die Regionalleitstelle angefordert werden können (Tel. 05 41/ 3 23-44 55). Die Stadtverwaltung bittet darum anzugeben, ob die betreffende Person sitzend oder liegend transportiert werden kann, ob ansteckende und infektiöse Krankheiten oder sogar eine Transportunfähigkeit bestehen. Wer diesen Dienst in Anspruch nehmen muss, sollte so schnell wie möglich handeln: Je eher die Information an die Leitstelle erfolgt, desto besser kann für den Transport gesorgt werden.

Die Stadtverwaltung betont, dass die Entschärfung des Blindgängers erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen kann. Es wird daher dringend darum gebeten, den Evakuierungsbereich bis 17 Uhr auch wirklich zu verlassen und den Anweisungen der Ordnungskräfte zu folgen. Die gesamte Maßnahme werde mehrere Stunden dauern. Es sollten daher die unbedingt notwendigen Dinge (Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung) sowie angemessene Kleidung mitgenommen werden. Im Schulzentrum Sonnenhügel wird ein Evakuierungszentrum eingerichtet, in dem sich die Evakuierten bis zum Abschluss der Entschärfung aufhalten können.

Die Stadt bittet darum, ältere und insbesondere auch ausländische Nachbarn zu informieren. Vor dem Verlassen der Wohnungen sollten sich die Betroffenen vergewissern, dass sie Elektro- und Gasgeräte ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen haben.

Die Stadt informiert auch über Rundfunkdurchsagen –, sobald die Maßnahme abgeschlossen ist und die Bewohner in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können. Für Fragen ist ein Bürgertelefon geschaltet, am Montag, 21. August, von 8 bis 18 Uhr und Dienstag, 22. August, von 8 Uhr bis zum Ende der Maßnahme. Die Telefonnummer lautet 05 41/ 3 23-44 90. Die Stadt informiert außerdem auf osnabrueck.de.

Bildtext:
Auf dieser Baustelle an der Bramscher Straße werden zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Eine holländische Spezialfirma hat bereits zwei Brunnen angelegt, um die Fundstelle trockenzulegen.

Foto:
Constantin Binder,

Grafik:
Stadt OS

Das Evakuierungsgebiet

Allensteiner Straße 1–20, Am Bürgerpark, Am Gertrudenberg, Am Sonnenhügel, Am Süntelbach, Am Turmhügel, Am Vogelsang 1, 3 und 2–24 (gerade Hausnummern), Amselweg 1–51, Amselweg 1a, An de Brehen, An der Wakhegge, Bertholdweg 1–3, Bramscher Straße 2, 4–221, Bruder-Otger-Straße, Drosselweg, Elbestraße 1–51, Erzbergerstraße, Fasanenweg 1–15 (ungerade Hausnummern), Frickestraße, Friedhofstraße, Hafenstraße, Hansastraße, Haselaischaftsweg, Hasetorwall 18– 22 (gerade Hausnummern), Hügelstraße, Jakob-Kaiser-Straße, Julius-Schurig-Straße, Kirksweg, Knollstraße 5–89 (ungerade Hausnummern), Kolberger Straße 1– 8, Kornstraße, Lerchenstraße 2–74 (gerade Hausnummern) und 5–59 (ungerade Hausnummern), Lindenstraße, Mäscherstraße, Meisenweg, Moorlandstraße 1–81 (ungerade Hausnummern) und 4–74 (gerade Hausnummern), Mühleneschweg, Neue Wiese, Pagenstecherstraße 4–98 (gerade Hausnummern), Redekerstraße, Rheinstraße , Richthofenweg 1–39 (ungerade Hausnummern), Römereschstraße, Roopstraße, Scheidemannstraße, Senator-Wagner-Weg, Stargarder Straße, Stettiner Straße, Stüvestraße 26–40 (gerade Hausnummern), Süntelstraße, Terrasse, Tilsiter Straße , Turnerstraße , Tütinghof , Tütingstraße, Veilchenstraße, Wachsbleiche 27–63, Walther-Rathenau-Straße, Weserstraße, Wittkopstraße, Zeisigweg, Ziegelstraße 1–18.
Autor:
sph


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