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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Der Schutz vor Hochwasser geht ins Geld
Zwischenüberschrift:
Doppelte Kosten am Belmer Bach
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Staunen über höhere Kosten für den Hochwasserschutz am Belmer Bach, Warten auf eine Verkehrsberuhigung für den Stadtweg und der Wunsch nach Fitnessgeräten am Haseuferweg: Mit Themen wie diesen beschäftigte sich das Bürgerforum Darum/ Gretesch/ Lüstringen.

Osnabrück. 2010 regnete es in Strömen, der Belmer Bach quoll über, das Wasser floss in die Keller der Siedlung entlang der Sandforter Straße rund und um die Poststraße. Anschließend geriet das Gebiet deshalb ins Visier des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz und galt plötzlich als Überschwemmungsgebiet, was für die Hauseigentümer erneut Ungemach bedeutete: So fürchteten sie um den Wert ihrer Gebäude und Grundstücke. Die Rettung vor dem Etikett Überschwemmungsgebiet″ besteht aus Spundwänden, die südlich entlang der Mindener Straße am Ufer des Belmer Baches in den Boden gerammt werden sollen.

Die Stadtwerke beauftragten das Hannoveraner Ingenieurbüro BPI und rechneten bisher mit Kosten in Höhe von 350 000 Euro. Doch die Ingenieure entdeckten eine Engstelle im Entwässerungssystem, die behoben werden muss. Sie befindet sich südlich der Oppelner Straße an der Bahnstrecke: Die drei Durchlässe unter den Gleisen, die über einen Bogen zur Firma Schoeller führen, reichen demnach nicht aus und müssen ersetzt werden. Für die Operation sei es erforderlich, dass die Gleise und die Weichen der Schoellerbahn aufgenommen werden. Die Kosten sollen sich ebenfalls auf 350 000 Euro belaufen. Für das gesamte Projekt würden dann 700 000 Euro fällig. Wie werden die Politiker im Rat der Stadt auf diese Aussicht reagieren? Ich bin optimistisch″, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, verspürte jedoch auch eine kleine Unsicherheit″. Er hoffe auf zusätzliche Fördergelder vom Land.

Auf dem Stadtweg fließt den Anwohnern der Verkehr zu schnell. Die SPD des Stadtteils Darum/ Gretesch/ Lüstringen drängt auf eine Verkehrsberuhigung″. Die Verwaltung antwortete so: Der Ausbau des Stadtweges sei aus Gründen der Haushaltskonsolidierung auf unbestimmte Zeit verschoben worden″. Jedes Jahr würden jedoch die Prioritäten neu gewichtet. Die nächste Entscheidung etwa für Aufpflasterungen zur Verkehrsberuhigung stünden im kommenden Frühjahr an. Darüber stimme der zuständige Ausschuss ab.

Geht es nach einem Anwohner der Sandforter Straße, müsste die Bahn in einem Tunnel unter der Straße verlaufen oder über eine Brücke darüber. Ein solches Projekt sei jedoch nicht vorgesehen, teilte der städtische Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen mit. Oberbürgermeister Griesert hält einen solchen Plan für illusorisch″, zumal in dem Fall der TSG Burg Gretesch dafür Flächen opfern müsste. Von der Sicherheit her sei dies jedenfalls kein dringendes Thema″. Der Anwohner wünscht sich außerdem eine Sanierung für die Sandforter Straße und eine neue Kanalisation. Auch daraus dürfte so bald nichts werden. Die Stadtwerke jedenfalls haben keine Schäden an der Kanalisation feststellen können. Und was den Zustand der Fahrbahn angeht, meinte der Oberbürgermeister: Ich würde als Anlieger nicht rufen: Macht mal die Straße!

Fitness am Haseuferweg: Die SPD des Stadtteils fragte nach, wie es um den Plan für Sportgeräte aussieht. Der Stadtentwicklungsausschuss hatte im Frühjahr die Verwaltung beauftragt, eine Möglichkeit dafür an der Siemensstraße in der Nähe zur Bahnlinie zu prüfen. Doch noch steht nicht fest, wie teuer solche Geräte werden und ob Sponsoren einspringen wollen. Dies soll jedoch bis September geklärt werden.

Der Wunsch nach einem neuen Baugebiet geht nicht in Erfüllung. Ein Anwohner hatte gefragt, wie es um den Sachstand für ein Gelände zwischen der Mindener Straße und dem Felsenweg entlang der Bauerschaft Lüstringen bestellt ist. Tatsächlich wollte die Verwaltung mit den Eigentümern über das Gelände sprechen, aber die Landwirte wollen es behalten und weiter wie gewohnt bewirtschaften.

Platz für Autos: Wie auf vielen Straßen der Stadt mangelt es auch am Meyerhofweg gelegentlich an Möglichkeiten zum Parken. An Wochenenden werde es manchmal so eng, dass Anwohner ihre Autos aufwendig wegen parkender Fahrzeuge rangieren müssten. Die Verwaltung sieht nach einer Besichtigung keinen Grund, etwas zu ändern. Die Situation sei typisch für eine solche Wohnstraße.

Bildtext:
Der Belmer Bach am Gretescher Hof: Hier sollen Spundwände das Ufer sichern, damit die Siedlung entlang der Sandforter Straße bei Hochwasser nicht mehr überschwemmt wird.

Engpass bei Hochwasser: Diese drei Rohre unter der Schoellerbahn südlich der Oppelner Straße schlucken offenbar zu wenig. Sie zu ersetzen würde nach Berechnung von Ingenieuren 350 000 Euro kosten.

Fotos:
Egmont Seiler
Autor:
Jann Weber


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