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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mit Helm und Lampe in die Tiefe
Zwischenüberschrift:
Ferienpass-Kinder erkunden Hasestollen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Am Donnerstag besuchten 20 Kinder das Industriemuseum am Piesberg, um im Haseschacht die Geschichte des Bergbaus zu erkunden. Die Aktion war Teil des Ferienpass-Programms.

Bevor es losgehen konnte, durfte eines nicht fehlen: Glück auf″, riefen die Kinder im Chor. Denn ohne diesen Gruß fuhr auch ein Bergarbeiter damals nicht hinunter. Auch brauchte jedes Kind noch die Ausrüstung eines echten Bergarbeiters: Helm und Grubenlampe. Dann ging es mit dem Fahrstuhl in die Tiefe. Damals war dieser noch aus Holz und wurde von einer Dampfmaschine betrieben.

Wenn die Lampen nicht dabei gewesen wären, wäre es da unten ganz schön dunkel gewesen. Kalt war es in 30 Meter Tiefe auch ziemlich. Minus 30 Grad– wie vermutet waren es zwar nicht, aber immerhin 11 Grad. Aber was genau machten die Bergarbeiter eigentlich da unten? Museumsführerin Caroline Bäßler erklärte den 20 neugierigen Teilnehmern, dass hier damals Kohle abgebaut wurde. Dafür mussten die Arbeiter ziemlich tief in den Berg hinein. Platz hatten die Bergarbeiter damals nicht. Oft mussten sie im sogar im Liegen arbeiten. Und damit die Arbeiter den Stollen, der damals mehr als 1500 Meter lang war, nicht immer verlassen mussten, gab es extra kleine Buchten in den Wänden, damit sie ihre Blase leeren konnten.

Nass war es im Stollen auch: Wasser tropfte von den Decken, und die Kinder sprangen über große Pfützen. Wegen des Wassers mussten die Betreiber den Stollen damals auch aufgeben.

In der Tiefe stand ein alter, mit Kohle befüllter Förderwagen, ein Hunt. Ein einzelner Bergarbeiter musste den tonnenschweren Wagen ganz alleine schieben. Der elfjährige Finn probierte, ob er den Karren auch schieben kann. Keine Chance erst vier starke Kinder brauchte es, um den Wagen über die Schienen zu schieben. Die Züge am Bahnhof brachten die Kohle zu den Fabriken. Für die Bergarbeiter ging dann ein zwölfstündiger Arbeitstag zu Ende, für die Sechs- bis Zwölfjährigen eine weniger lange, aber spannende Exkursion.

Mit dem Fahrstuhl ging es zurück ins Museum, wo die Kinder sich noch einmal die Dampfmaschine ansahen, die extra für sie in Betrieb genommen wurde.

Bildtext:
Wie echte Bergbauleute (in der Mitte Henrik, 8 Jahre) mit Helm und Lampe ausgestattet, erkundeten die Kinder den Stollen unter dem Museum Industriekultur.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
ansk


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