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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Sanierung: Untragbarer Eingriff am Hasetor und Herrenteichswall"
Zwischenüberschrift:
"Aber Ideen und Taktgefühl sind vorhanden"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Sanierung: Untragbarer Eingriff am Hasetor und Herrenteichswall" ... von Staatsarchivdirektor a. D. Dr. Wrede

... Schwerste Bedenken sind aber gegen das Projekt einer Durchgangsachse über Lohstraße - Herrenteichswall - Nonnenpfad vorzubringen, die der Hasestraße den unmittelbaren Anschluß an die östlichen Stadtviertel bringen soll. Der Plan der GEWOS hat nichts davon, sieht sogar einen Fußgängergrünweg von der Hasestraße zum Herrenteichswall vor. Erst Bauamt und Neue Heimat setzen sich für das Projekt ein.
Die Durchbrechung des Herrenteichswalls bedeutet einen schlechthin nicht tragbaren Eingriff in die alte Substanz. Der Einwand, daß nur ein kleines Stück am Nordende des Walles der neuen Straße zum Opfer fiele, sticht keineswegs. Der Hauptreiz des Walles mit Blick auf den Dombereich von der Pernickelmühle bis zum Haarmannsbrunnen und über das breite Hasebett liegt nun einmal in seiner Ganzheit, ein Fleck der Ruhe für Passanten, der Erholung für Spaziergänger, des Bummels der Bürger, eine Hauptattraktion für den Fremdenverkehr. Gewiß, der Blick auf den Dom bleibt, aber der Verkehrslärm mit allen unangenehmen Randerscheinungen zerschlägt eines der Idylle, die die Stadt noch vorweisen kann.
Der Einwand, die Entlastung des Ringverkehrs zwingen zu dieser Lösung, ist nicht überzeugend, ist eine umstrittene Frage. Die Straße muß noch Ring und Hasestraße überqueren, um zum geplanten Parkhaus dieses Viertels im Bereich der Lohstraße zu kommen, das ebenso - wenn nicht gar bequemer - über den Ring zu erreichen sein wird. Und, wenn nach der Prognose dieser Zeitung der Verkehr bis 1985 um 100 Prozent zunehmen soll, sind alle Vorplanungen überholt und bedürfen neuer Lösungen, wird es vielleicht doch zu einer völligen   Verbannung des Autos aus dem inneren Stadtkern kommen, die   schon von vielen und auch urteilsfähigen Stimmen befürwortet   wird! Aber der Herrenteichswall ist dann nicht mehr herzustellen, ein für allemal verstümmelt
Zum mindesten sollte man diesen wirklich neuralgischen Punkt in der Planung zurückstellen und die Auswirkungen der weniger heiklen Sanierungen abwarten.


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