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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gute Alternativen zum Fliegen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Schränkt Klimawandel künftig Luftverkehr ein? (Ausgabe vom 14. Juli).

Es ist ja keine neue Erkenntnis in der Fliegerei: Warme Luft trägt weniger als kalte. Und wenn es warm ist, muss man halt das Startgewicht etwas reduzieren; das ist gängige Praxis.

Wenn jetzt befürchtet wird, dass die Erderwärmung durch den Klimawandel den Luftverkehr einschränken kann, dann ist das schon bizarr. Denn es ist ja gerade die Fliegerei, die ganz entscheidend zum Klimawandel beiträgt. Und dies nicht nur mit den erwähnten zwei Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emission, sondern weit darüber hinaus. Kondensstreifen am Himmel wirken wie Wolken, und Wolken halten die Wärme wie eine Decke. (Das kennen wir alle: Klare Nächte sind kalt.)

Weil aber die Kondensstreifen in der Stratosphäre entstehen oberhalb des Wettergeschehens regnen sie nicht bei nächster Gelegenheit ab wie andere Wolken, sondern bleiben uns als zusätzlicher Wärme, schutz′ lange Zeit erhalten.

Hinzu kommt der Treibhauseffekt durch Aerosole: Sulfat, Ruß und andere Partikel. So ist die Abschätzung des Anteils, den der Luftverkehr zum Treibhauseffekt beiträgt, heute recht gut bekannt: Statt der erwähnten zwei Prozent sind es laut Umweltbundesamt tatsächlich etwa dreimal so viel, nämlich zwischen fünf und acht Prozent. Für den Treibhauseffekt, den wir durch Fliegen selber produzieren, gibt es eine anschauliche Faustformel: Fliegen ist wie allein im Auto fahren mit noch einem halben Auto dazu. Wer also mit Partner oder Partnerin nach Mallorca oder auf die Malediven fliegt, macht Dreck wie für den ganzen Weg mit drei Autos. […]

Glücklicherweise gibt es oftmals Alternativen: Statt Mallorca hat sich Norderney bei Jung und Alt bereits bestens bewährt. Und durch Europa kommt man heute […] mit der Bahn. Von Osnabrück erreicht man an einem Tag locker Barcelona und hat vorher noch Zeit, zu Hause zu frühstücken. Sogar Madrid ist an einem Tag möglich.

Und wenn man unbedingt fliegen muss: Da wird empfohlen, die Klima-Auswirkung des eigenen Fluges selbst zu kompensieren. Atmosfair fördert durch eine Kompensationszahlung weltweite Projekte von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien […]. Also: Wenn fliegen, dann nur kompensiert. Denn wir können schließlich nicht darauf warten, dass durch den globalen Temperaturanstieg der Luftverkehr von selbst abnimmt.″

Klaus Kuhnke

Solarenergieverein

Osnabrück e. V.
Autor:
Klaus Kuhnke


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