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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Griesert: Wahrheit muss an erster Stelle stehen
Zwischenüberschrift:
Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung am Mahnmal auf dem Platz des 20. Juli
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Am Mahnmal auf dem Platz des 20. Juli vor der Dominikanerkirche wurden am Donnerstag Kränze niedergelegt. Damit wurde des gescheiterten Stauffenberg-Attentats auf Hitler 1944 gedacht. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Den Opfern für Wahrheit und Freiheit″, heißt es auf dem Osnabrücker Mahnmal auf dem Platz des 20. Juli vor der Dominikanerkirche.

Am Donnerstag, dem 73. Jahrestag des gescheiterten Stauffenberg-Attentats auf Adolf Hitler 1944, legte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert im Namen der Stadt Osnabrück einen Gedenk-Kranz am Mahnmal ab. In einer anschließenden Rede erinnerte er an die verheerenden Folgen: Mehr als zweihundert Menschen seien im Zuge des Attentats durch das nationalsozialistische Regime hingerichtet worden.

Vor mehr als zwei Dutzend Besuchern der Gedenkfeier stellte Wolfgang Griesert die Frage nach der Aktualität. Das Recht auf Widerstand und die Pressefreiheit seien wichtig für eine demokratische Grundordnung die Wahrheit müsse an erster Stelle stehen. Er erinnerte aber daran, dass die technischen Manipulationsmöglichkeiten von Informationen heute noch vielfältiger seien, und zog Parallelen zu Fake News″ und Alternativen Fakten″. Deshalb sei es ebenso wichtig, Menschen zu mündigen und kritischen Bürgern zu erziehen, die das Verdrehen von Tatsachen durchschauen könnten.

Einige Reservisten der Bundeswehr gedachten daraufhin mit einem weiteren Kranz ihrer im Kampf gefallenen Kameraden.

Auch Antje Schulte-Schoh, Unterbezirksvorsitzende der SPD Osnabrück, legte einen Kranz am Mahnmal ab. Dieser gedenkt insbesondere der vier Sozialdemokraten Heinrich Groos, Wilhelm Mentrup, Heinrich Niedergesäß und Fritz Szalinski, die nach dem Anschlag am 20. Juli 1944 verfolgt und in verschiedene Lager der Nationalsozialisten deportiert wurden. Hinzu fügte Schulte-Schoh, dass seinerzeit etwa 6000 Regimegegner wiederum vorwiegend aus den Arbeiterparteien im Zuge der sogenannten Aktion Gewitter verhaftet und zum großen Teil ermordet wurden.″

Trotz des strömenden Regens nahmen ältere wie auch jüngere Bürger bis zum Ende an der Gedenkveranstaltung teil.
Autor:
André Grzeschik


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