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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Drei Musketiere und leckere Mönche
Zwischenüberschrift:
NOZ-Leser probieren fünf Sorten auf dem Bierfest am Markt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Heinz Mescher aus Hunteburg, Christian Vogt aus Wallenhorst und Peter Schmidt aus Osnabrück sind Glückspilze. Sie hatten bei einer Verlosung für eine Bier-Verkostung der NOZ teilgenommen und gewonnen.

Der 70-jährige Mescher ließ sich von seiner Frau aus Hunteburg zum Bierfest am Marktplatz bringen. Sie wartete geduldig im Ratskeller, während er Spezialitäten aus aller Welt probierte.

Peter Schmidt ist 63 Jahre alt und kam mit dem Fahrrad. Der Osnabrücker hatte es nicht weit. Ihm munden sonst Biere wie Jever oder Duckstein.

Christian Vogt sagte, er sei eigentlich Wein-Trinker. Später gab der 51-jährige Wallenhorster aber zu, er habe mit dem Gedanken gespielt, selbst mal selbst Bier zu brauen.

Das erste Pils, das der Veranstalter des Bierfests, Michael Solms, servierte, war ein Störtebeker aus Stralsund. Dieses Bier zählt neben Barre Bräu zu den Lieblingsbieren Meschers. Davon gönnt er sich auch zu Hause eins, wenn er zum Feierabend auf einer Bank vor seinem Haus seinen Durst löscht. Das Störtebeker kam bei allen dreien gut an. Frisch und norddeutsch schmecke es, meinten sie. Aber es war auch kein unbekanntes Terrain für die drei Probanden.

Spezieller wurde es beim zweiten Bier, dem Bohemian Pilsener aus Berlin. Mescher winkte ab. Davon würde er eins zum Essen trinken. Aber mehr nicht. Kantiger″, meinte Vogt. Das Bier sei ein ungefiltertes, das anders schmecke und aussehe als blank geputzte Industriebiere″, sagte Solms. Das Bohemian sei wesentlich aromatischer als das Störtebeker, das dagegen wie Wasser schmecke.

Mit dem schottischen Ale Innis & Gunn stieg das Trio tiefer in die Materie ein. Das dunkle Bier habe einen Geschmack wie Pflaumen und Balsamico, urteilten Vogt und Schmidt. Mescher sehnte sich nach einem normalen″ Pils. Es ist kein Bier für jedermann″, meinte Solms. Das Innis & Gunn reife ein halbes Jahr in ausrangierten Whisky-Fässern und bekomme so sein spezielles Aroma, sagte der Bier-Fachmann und schaute ein wenig verliebt die braune Flüssigkeit in seinem Glas an.

Bier Nummer vier: Riechen, gucken, trinken″, empfahl Solms den drei Biertrinkern beim Flagship IPA aus Kanada. Der trübe Gerstensaft roch süßlich und mundete orangig″, wie Vogt meinte. Das schmeckt wie Fruchtsaft mit Hopfen″, meinte Schmidt und erntete Lob von Solms. Das ist die Idee hinter dem Bier: viel Hopfen, um viel Fruchtigkeit zu erzeugen.″ Das Flagship sei gerade in der Craft-Bier-Szene sehr hip, so Solms weiter. Vogt fiel zu dem Bier ein, dass er mal Hanf-Bier mit Cannabis in einer Kneipe in Hamburg probiert habe. Cannabis gehört ja auch zur Hopfen-Familie″, sagte er. Eine Wirkung habe er nach den Genuss dieses Bieres nicht verspürt.

Vor dem fünften und letzten Bier fragte Solms in die Runde, welche Wünsche die Herren hätten. Angesichts der über 250 Sorten, die beim Bierfest zur Auswahl stehen, fiel eine Wahl jedoch schwer. Also führte Solms das Trio zum Stand von La Trappe und servierte ein Quadrupel. Ja″, schallte es aus drei Mündern, als das Trappisten-Bier die Kehlen heruntergelaufen war. Am Ende der Tour über das Bierfest erlebten die drei Männer ihr Happy End, auch Heinz Mescher lächelte zufrieden. Auf das La Trappe Quadrupel konnten sich alle einigen. Die Stimmung des Trios war nun heiter. Ich bin leicht beduselt, aber angenehm″, beschrieb Schmidt seine Gemütslage. Man kam ins Plaudern. Vogt fragte Solms, wo er seine Biere finde. Der erzählte, dass er viel um die Welt reise. Erst kürzlich sei er in den USA und in London gewesen. Das ist eine andere Liga.″ Vogt wünschte sich, dass es in Osnabrück eine Kneipe gebe mit einer großen Auswahl an Craft-Bieren. Michael Solms ließ sich nicht lumpen und servierte noch ein Dessert: ein Bier mit dem Namen Die drei Musketiere″.

Bildtexte:
Passend zum Beginn des 4. Osnabrücker Bierfests kam am Donnerstag die Sonne hinter den dunklen Wolken hervor. Das sorgte für gute Stimmung.

Christian Vogt ist experimentierfreudig.

Peter Schmidt mag herbe Biere, aber auch La Trappe.

Genossen das Bier bei sommerlichen Temperaturen: Diese Männerrunde ließ es sich schmecken.

Sonnenschein im Glas hatten drei NOZ-Leser am Donnerstagabend, die auf dem Bierfest fünf verschiedene Gerstensäfte probieren durften. Nicht jedes Bier mundete, aber von einer Sorte waren sie hellauf begeistert.

Fotos:
Egmont Seiler
Autor:
Thomas Wübker


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