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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Museum Industriekultur geht an den Start
Zwischenüberschrift:
Lokale und regionale Geschichte der Frühindustrialisierung am Piesberg authentisch präsentiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zu den Wegbereitern des Museums Industriekultur am Piesberg gehören Fabrikant Wilhelm Karmann und der damalige Chef vom Dienst des Osnabrücker Tageblattes″ Hans Wolfgang Kindervater, die bereits 1966 Ideen für ein Wirtschafts- und Gewerbemuseum skizzierten.

1981 rückte das weitgehend verfallene, aber denkmalgeschützte ehemalige Haseschachtgebäude am Piesberg in den Fokus. Im neuromanischen Rundbogenstil 1870/ 71 errichtet, diente es einst der Unterbringung der Maschinen, die für den Betrieb einer Schachtanlage für die Steinkohlegewinnung notwendig waren. Wegen Wasserhaltungs- und anderer Probleme war der Kohleabbau bereits 1898 eingestellt worden.

Der städtische Kulturausschuss sprach sich bereits 1981 dafür aus, hierin ein Industriemuseum zu errichten. Der Rat zögerte jedoch zunächst, da er keine Finanzierungsmöglichkeit sah. Ungeachtet dessen machten sich Museumshistoriker Karl-Georg Kaster und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter, der gelernte Installateur und studierte Sozialhistoriker Rolf Spilker, als Maschinenstürmer″ an die Arbeit. Bei Industriebetrieben der Region sammelten sie alles an alten Maschinen ein, was schwer ist und sich dreht″.

Bewegung kam in die Sache, als das Deutsche Museum München 1988 in einem Gutachten festhielt, der Haseschacht gehöre zu den fünf wertvollsten Industriedenkmalen Niedersachsens. Der heutige Museumsdirektor Spilker bekam eine Anstellung als Projektleiter für den Aufbau des Museums.

Viele Fördertöpfe wurden angezapft, um den Museumsausbau zu vollenden. Mit 2, 3 Millionen DM kostete er nur ein Zehntel der Summe, die für den Neubau des Naturkundemuseums am Schölerberg aufgewendet wurde. Am 30. September 1994 fand die feierliche Eröffnung durch die niedersächsische Wissenschaftsministerin Helga Schuchardt statt.

Bildtext:
Aus einer Ruine wurde das Hauptgebäude für das Museum Industriekultur: der Haseschacht.

Foto:
Archiv NOZ
Autor:
Joachim Dierks


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