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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kleinod mit langer Tradition
Zwischenüberschrift:
Der Biergarten der Sutthauser Mühle lockt Ausflügler und Wanderer wie Einheimische
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wir gehen (R) aus

Osnabrück. Einer der wohl ältesten Biergärten Osnabrücks wenn nicht sogar der älteste findet sich im Stadtteil Sutthausen. Unmittelbar an der Düte gelegen, wird in dem urigen Fachwerkgebäude seit 1889 ausgeschenkt, und zwar auch draußen: Unter riesigen Kastanien in idyllischer Umgebung lassen sich Bier, Kaffee oder ein Stück Kuchen genießen.

Vieles ist noch beim Alten in der Sutthauser Mühle. Schankwirtschaft Fritz Voss″ prangt seit mehr als einem Jahrhundert auf dem hölzernen Schild über der Eingangstür. Am 1. Oktober 1889 erhielten Fritz und Katharina Voss die Schankerlaubnis vom Baron von Korff, dem damaligen Gutsherrn in Sutthausen. Heute führen deren Enkelin und Urenkelin das Lokal: Renate Elixmann mit ihrer Tochter Ines Rudnick, die die Zügel bereits fest in der Hand hält.

Auf dem Gelände des Barons hatte bereits seit dem 16. Jahrhundert eine Wassermühle gestanden, das Haus der heutigen Gastwirtschaft diente dem Müller als Wohnung und der Versorgung der Bauern, die ihr Korn zum Mahlen brachten, mit Speisen und Getränken. Angeblich wurde dies dem Gutsherrn irgendwann zu viel, sodass er das Gebäude an den heutigen Standort verlegen ließ und die Schanklizenz erteilte.

Heute ist die Sutthauser Mühle ein beliebtes Ausflugsziel für Radler, Motorradfahrer oder Spaziergänger: Der Hüggel ist nicht weit entfernt, ebenso der Hörner Bruch. Gerade am Wochenende haben wir hier ganz, ganz viele Radfahrer″, berichtet Wirtin Ines Rudnick und fügt lachend hinzu: Dann sieht das hier beinahe aus wie im Fahrradhandel.″

Doch auch der Haller Willem hält um die Ecke am Sutthauser Bahnhof, und die Nachbarschaft schaut natürlich gerne vorbei: So beheimatet die Sutthauser Mühle bereits seit fast 100 Jahren den Männergesangverein Sängerlust″ Sutthausen, der Katharina Voss, Ines Rudnicks Urgroßmutter, im Jahr 1931 sogar ein Lied widmete: Lot susen und brusen, wie singet bei Kathrin in Sutthusen.″

Dass versucht wird, die lange Geschichte des Gasthauses bestmöglich zu bewahren, können die Gäste an jeder Ecke feststellen. Wir haben noch einen der wenigen echten Biergärten in der Tradition der alten Kaffeehäuser″, sagt Rudnick. In dem Anfang des 20. Jahrhunderts angelegten Garten finden sich noch viele Details aus dieser Zeit: Alte Schlackesteine aus dem Hüttenwerk, hundert Jahre alte Flaschen als Beetbegrenzungen, mächtige Kastanien und eine alte Rotbuche. Viele wollen ja heutzutage diese Plastikstühle, weil die bequemer seien″, erzählt die Wirtin. Wir wehren uns dagegen aber beständig.″

Auch auf der Karte finden sich beinahe die gleichen Getränke und Speisen wie vor hundert Jahren: frischer, selbst gebackener Kuchen zur Kaffeepause, Strammer Max zum Feierabendbier. In Osnabrück selten anzutreffen: Am Hahn gibt es das Donaueschinger Fürstenberg-Pils.

Sutthauser Mühle, Mittwoch bis Sonntag ab 15 Uhr (Sonntag zusätzlich 10.30 bis 13 Uhr).

Bildtext:
Ein Biergarten der ganz alten Schule: Idylle pur an der Sutthauser Mühle. Foto: Marco Gausmann
Autor:
gaus


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